Lenzburg

Stadtammann Daniel Mosimann: «Der Markus-Roth-Platz ist eine Herausforderung»

Daniel Mosimann Stadtammann: «Es ist noch nicht alles perfekt. Doch das Quartier funktioniert seit bald zwei Jahren.»

Daniel Mosimann Stadtammann: «Es ist noch nicht alles perfekt. Doch das Quartier funktioniert seit bald zwei Jahren.»

Drei der schönsten Gebäude der Hero-Konservi wurden bewahrt, sagt Losinger-Marazzi-Sprecherin Daniela Born: «Das ehemalige Administrationsgebäude, die Spenglerei und das Produktionsgebäude.» Zumindest deren Hüllen sollen den industriehistorischen Fussabdruck der Hero bewahren. Zudem wurden Strassen und Plätze nach Persönlichkeiten aus über 100 Jahren Hero-Geschichte benannt.

Stadtammann Daniel Mosimann hat dreiviertel Jahre vor dem ersten Spatenstich im September 2013 das Amt übernommen. Er hat die gesamte Realisation des neuen Quartiers politisch an vorderster Front miterlebt. «Die Erwartungen an den neuen Stadtteil waren und sind hoch. Die Transformation vom ehemaligen Industrieareal zu einem Stadtteil mit Wohn-, Dienstleistungs- und Gewerbenutzung scheint mir gelungen», sagt er. «Es ist noch nicht alles perfekt. Doch das Quartier funktioniert seit knapp zwei Jahren.» Deshalb falle seine Zwischenbilanz positiv aus, sagt Mosimann. «Wir haben ‹im Lenz› ein 2000-Watt-Areal in der Betriebsphase, eines von sieben Arealen schweizweit.» Der Stadtammann appelliert an die Geduld von Lenzburg, dem Quartier Zeit einzuräumen, um sich weiterzuentwickeln und wandeln zu können. Dass Handlungsbedarf besteht, ist auch dem Stadtrat längst klar. «Das Areal um den Markus-Roth-Platz muss sich noch entwickeln. Die Gestaltung und Nutzung des Platzes ist eine Herausforderung», sagt Mosimann nicht zum ersten Mal in dieser Zeitung.

Doch so einfach scheint die Sache nicht zu sein. Sowohl am Künstler-Brunnen als auch an den kürzlich platzierten Metallcontainern mit Feldahornbäumen scheiden sich die Lenzburger Geister. Ebenso oft kritisiert und als «Betonwüste» bezeichnet wird die nüchterne grossstädtische Anmutung der Überbauung. Dazu hält der Stadtammann fest: «Es kommt stark darauf an, von welcher Seite man es betritt. Vom Bahnhof her wirkt es eher kühl. Wenn man jedoch vom Aabachpark herkommt, greift das Grün wie Finger ins Quartier. Das finde ich sehr schön.» Mit dem Bau des Aabachparks ist am Ostende des Quartiers Grünraum entstanden. Und ein Treffpunkt für Quartierbewohner. Vor einiger Zeit wurde ausserdem ein Quartierverein gegründet mit dem Ziel, den Gemeinschaftssinn unter den Bewohnern «Im Lenz» zu fördern.

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