Justiz
Neue Luxus-Fernseher in der Strafanstalt Lenzburg

In der Justizsvollzugsanstalt Lenzburg AG kommen die Insassen in den Genuss von topmodernen TV-Geräten: Sie können in ihren Zellen digitales Fernsehen empfangen.

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Die Strafanstalt sei zu 60 Prozent digtial versorgt, bestätigt Gefängnisdirektor Marcel Ruf gegenüber der Zeitung «Der Sonntag», 40 Prozent seinen analoge Fernsehapparate. Das entspricht 150 Digital-Fernsehern und 100 analogen Geräten.

Bereits 2008 wurden in Lenzburg die alten Röhrenapparate durch Flachbildschirme mit Digital Receiver ersetzt. Zur Eröffnung des Neubaus Anfang Februar 2011 wurden weitere Geräte angeschafft, die sogar über einen Steckplatz für eine Digicard verfügen - laut Cablecom «eine Technologie auf dem allerneusten Stand der Technik».

Häftlinge können 55 Sender empfangen

Die Häftlinge müssen sich vor Langeweile nicht fürchten: Mit dem digitalen Grundangebot «Mini» von Cablecom können sie 55 Sender empfangen - das ist mehr als in anderen grossen Strafanstalten: Im Frauengefängnis Hindelbank kann man 39 Sender empfangen, in Pöschwies ZH 36, im Thorberg BE 30 und in der offenen Vollzugsanstalt Witzwil BE 29.

Im Gegensatz zu Lenzburg sind diese Geräte nicht DigiCard-fähig. Die Miete eines Fernsehers kostet für Gefängnisinsassen rund 20 bis 30 Franken pro Monat. «Es wäre fahrlässig, veraltete Geräte anzuschaffen, da mit dem Abschalten des analogen Netzes diese nicht mehr zu gebrauchen wären», sagt Marcel Ruf, Direktor der Strafanstalt Lenzburg.

Zudem würden die neuen TV-Geräte mit den kurzen Kabeln den getroffenen Massnahmen zur Suizidprävention in den Aargauer Gefängnissen entsprechen. Die Staatskasse werde nicht belastet, sagt Ruf, Die Apparate würden von einer Stiftung finanziert, die zur Fernsehbeschaffung ins Leben gerufen wurde.

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