Lenzburg

Marc Seidel wird neuer Museumsleiter

Marc Philip Seidel.

Marc Philip Seidel.

Der Leiter der Historischen Sammlungen übernimmt die Führung des städtischen Museums Burghalde, Lenzburg.

Er ist 41 Jahre alt, gebürtiger Bündner und kommt aus Zürich. Marc Philipp Seidel ist in Lenzburg jedoch kein Unbekannter: Seit zwei Jahren verantwortet der promovierte Kunsthistoriker die Kunstsammlung der Stadt Lenzburg. Auf Anfang 2020 wird er nun Leiter des Museums Burghalde und Nachfolger von Christine von Arx, welche Lenzburg nach 13 Jahren verlässt (AZ 29. 8.). Der Stadtrat hat Seidel auf Antrag des Stiftungsrats des Museums Burghalde gewählt.

Man sei glücklich, mit Marc Seidel «eine gute Nachfolge» für von Arx gefunden zu haben, erklärte Stadtammann Daniel Mosimann bei der Vorstellung des neuen Museumsleiters. «Seidel kennt das Haus und hat dessen Transformation in den letzten Jahren mitgemacht.» Nach einer turbulenten Zeit sei dort nun Konsolidierung angesagt.

Entgegen der ersten Ankündigung ist die Museumsleiter-Stelle nicht ausgeschrieben worden. Als Erklärung verwies Stiftungsratspräsident Urs F. Meier auf die bisherige gute Zusammenarbeit mit Seidel. Dieser habe die Entwicklung des Betriebs mit seinen innovativen Ideen massgeblich mitgetragen. Unter anderem konzipierte und leitete Marc Seidel die Veranstaltungsreihe zum Mondjubiläum «Over the Moon». Die Publikation zum Jubiläum «150 Johr Sophie Haemmerli-Marti» geht ebenfalls auf sein Konto. Der Vorschlag des Stiftungsrats sei einstimmig erfolgt, sagte Meier. Wie schon seine Vorgängerin wird Seidel das Museum in einem 60-Prozent-Pensum führen. Nebst seiner Haupttätigkeit in Lenzburg wird er die erst kürzlich übernommene kuratorische Leitung des Museums Eduard Spörri in Wettingen weiterführen.

Marc Seidel selber sagt zu seiner Wahl: «Ich darf ein ‹Bijou-Museum› übernehmen.» Welche Ziele strebt der neue Museumsleiter an? «Der kulturhistorische und künstlerische Fundus hier in Lenzburg ist gewaltig», sagt er. «Darin steckt für die Positionierung der reizvollen Stadt und des Museums ein enormes kulturtouristisches Potenzial.»

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