Lebensraum Lenzburg Seetal
Gemeinden weibeln beim Regierungsrat für neue Kantonsschule in Lenzburg

Überdurchschnittliches Wachstum ist eines der Argumente, die der Gemeindeverband Lebensraum Lenzburg Seetal für Lenzburg als Kanti-Standort ins Feld führt. Der Verband schickt nun einen Brief nach Aarau.

Eva Wanner
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Käme die Kanti nach Lenzburg, dann auf das Zeughausareal.

Käme die Kanti nach Lenzburg, dann auf das Zeughausareal.

Michael Küng

26 Gemeinden gehören dem Lebensraum Lenzburg Seetal an. Vertreterinnen und Vertreter aus 16 davon waren am Mittwochabend an der Vorstandssitzung in Fahrwangen dabei. Und alle zückten sie am Ende die Kugelschreiber: Es galt, den Brief an den Regierungsrat zu unterschreiben, in dem für Lenzburg als Kanti-Standort geweibelt wird.

Dass sich der Kanton für Lenzburg entscheidet, dafür spreche unter anderem das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum in der Region, das weiterhin anhalten werde. Ebenso, dass Aarau sowie Brugg-Windisch bereits Standorte von Bildungszentren seien. Brugg-Windisch, wo unter anderem die Fachhochschule Nordwestschweiz einen grossen Campus hat, will wie Lenzburg neu eine Kanti. Aarau verfügt bereits über die Alte und die Neue Kantonsschule, widerspricht aber der Darstellung des Kantons, wonach keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr bestehen: Mittlerweile ist konkret beabsichtigt, dem Kanton das städtische Zelgli-Schulhaus, direkt neben der Neuen Kanti gelegen, in einem Landabtausch abzutreten.

Weitere Details aus dem Schreiben des LLS an den Regierungsrat werden bekannt, wenn alle 26 Gemeinden das Papier unterschrieben haben. Dann wird es nicht nur an die Regierung geschickt, sondern auch als offener Brief publiziert.

Weiteres Thema der kurzen Gemeindeverbands-Sitzung war die regionale Integrationsfachstelle, deren Einführung an der letzten Sitzung diskutiert worden war. Diese Fachstellen übernehmen im Auftrag der am Verbund beteiligten Gemeinden und des Kantons verschiedene Aufgaben im Bereich Information, Beratung und Zusammenleben. Schon an der letzten Sitzung hatte sich abgezeichnet, dass das Interesse gering ist. Eine Umfrage bestätigte das: Nur dreimal wurde Ja angekreuzt. Schafisheim, Niederlenz und Lenzburg würden nun miteinander weiterplanen, sagte LLS-Präsident Daniel Mosimann, der Stadtammann von Lenzburg. Vielleicht gebe es eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit zu dritt.