Möriken-Wildegg
Geschenk der Gemeinde Suhr: Eine neue Oase mit Trauben-Eiche lädt zum Verweilen ein

Suhr schenkt Möriken-Wildegg eine Trauben-Eiche. Sie ist Teil der neu gestalteten Klimaoase im Möriker Gebiet Bösenrain.

Markus Christen
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Die Trauben-Eiche an ihrem neuen Standort.

Die Trauben-Eiche an ihrem neuen Standort.

Markus Christen

Zuerst die Zahlen: 100 Kilogramm Feinstaub filtert der Baum jährlich aus der Luft. Weiter produziert er den Bedarf an Sauerstoff für 25 Personen. Und ist er einmal ausgewachsen, wird die Luft unter dem Blätterdach der Trauben-Eiche an heissen Sommertagen um gefühlte 15 Grad abgekühlt.

Winterwitterungsbedingt steht die junge Trauben-Eiche zurzeit noch etwas nackt da. Doch schon bald wird sie dem neuen Aufenthaltsplatz mit charismatischem Steinbrunnen und zwei Sitzbänken im Gebiet Bösenrain in Möriken angenehmen Schatten spenden.

Erhalten hat die Gemeinde Möriken-Wildegg die Trauben- Eiche von der Gemeinde Suhr im Rahmen der Aktion Klimaoase. Dieses vom Naturama Aargau, von der Abteilung Landschaft und Gewässer sowie vom Bundesamt für Umwelt koordinierte Umweltschutzprojekt hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2021 im Kanton Aargau 25 Bäume im Siedlungsgebiet zu pflanzen. Die erste Klimaoase wurde im April 2019 in Aarau vor dem Naturama lanciert.

Die gepflanzten Bäume sollen im Laufe der Zeit zu eigentlichen Klimaoasen heranwachsen. Laut Projektbeschrieb tragen die Bäume zur Steigerung der Lebensqualität der Bevölkerung bei: Sie bringen Schatten, kühlere Luft und mehr Grün zwischen Stein und Beton. «Damit können Gemeinden bereits jetzt auf den fortschreitenden Klimawandel und die zunehmenden Hitzetage reagieren.»

Bei einem Baum soll es nicht bleiben: «Die Aktion Klimaoase will die Gemeinden dazu animieren, weitere Bäume zu pflanzen», sagte der Agronom und Suhrer Gemeinderat Thomas Baumann, der beim Naturama für das Projekt verantwortlich ist. «Gleichzeitig soll der Austausch zwischen den Gemeinden gefördert werden.»

Am Freitag geht es weiter in Buchs

Die Einweihung des zum Verweilen einladenden Platzes wurde am Samstag im coronabedingt kleinen Kreis geführt. Anwesend waren nebst Thomas Baumann auch Marco Genoni, Gemeindepräsident von Suhr, der Beat Fehlmann, Gemeinderat von Möriken-Wildegg, ein Zertifikat für die Klimaoase überreichte. Ebenfalls vor Ort waren die Mitglieder der Landschaftskommission von Möriken-Wildegg, Marcel Gloor, Alois Durrer, René Wittwer und Rudolf Gebhard.

Ein Einweihungsfest für die Bevölkerung wird voraussichtlich im Sommer stattfinden, sagte Beat Fehlmann, der seinerseits nun am nächsten Freitag der Gemeinde Buchs einen Baum für ihre Klimaoase überreichen wird.