Lenzburg

Ein Fisch-Kutter auf dem Markus-Roth-Platz: «Im Lenz» wird mit Freiluftbar belebt

Modell der geplanten kutterförmigen Hafenbar auf dem Markus-Roth-Platz im «Im Lenz».

Modell der geplanten kutterförmigen Hafenbar auf dem Markus-Roth-Platz im «Im Lenz».

Die Brasserie Barracuda hat Pläne, der Tristesse auf dem Markus-Roth-Platz in Lenzburg den Garaus zu machen.

«Wer ans ‹Barracuda› denkt, soll an Ferien, aromatische Me­eresküche, sinnliche Gaumengenüsse und gute Gespräche denken.» Mit diesem Spot auf ihrer Website wirbt die Brasserie um Gäste für das im Juni 2017 eröffnete Lokal. Jetzt wirft die Betriebsinhaberin Trinamo AG, Aarau, einen neuen Köder aus, um Gäste ins Quartier «Im Lenz» zu locken. Bei der Abteilung Hochbau der Stadt Lenzburg am Kronenplatz liegt das Baugesuch für eine Hafenbar auf dem Markus-Roth-Platz im Stadtteil «Im Lenz».

Die Bar erhält die Form eines Fisch-Kutters. In Analogie zum bestehenden Betrieb und dem Namen des Lokals: Das «Barracuda» ist nach einem hechtähnlichen, im Meer lebenden Raubfisch benannt. Mit einer Länge von sieben und einer Breite von drei Metern wird das Holzkonstrukt eine beachtliche Grösse aufweisen. Die für Mitarbeiter begehbare Bar wird mit Kühlelementen und einer Ausschankanlage ausgerüstet.

Am Tresen sollen ungefähr 15 Personen sitzen können. Zusätzlich zur Bar wird eine Lounge eingerichtet mit drei 3er-Sofas und sechs Einzelsitzen. Hinzu kommen zehn Terrassentische mit Bestuhlung. Im Hochsommer sorgen grosse Sonnenschirme und ein Segeldach über der Bar für Schatten. Kostenpunkt des Projekts: rund 30'000 Franken. «Die Bar wird in der Trinamo-eigenen Schreinerei gebaut», erklärt Trinamo-Geschäftsführer Reto Schaffer die relativ bescheidenen Produktionskosten. Dieses Vorgehen entspreche dem Credo der Sozialfirma, sagt Schaffer. «So viel wie möglich wollen wir in unseren Betrieben selber machen.»

Gepflegte Unterhaltung, kein Rambazamba

Auf dem Markus-Roth-Platz gibt es derzeit ausser dem Kunstbrunnen mobile Container mit eingepflanzten jungen Bäumen, welche die Stadt vor einiger Zeit platziert hat. Zum Standort der Bar sagt Reto Schaffer, dass nicht viele Optionen bleiben. Der bestehende versenkbare Stromanschluss auf dem Markus-Roth-Platz lasse kaum Spielraum zu. Die Bar kommt deshalb in der Nähe des Eingangs zur Brasserie, vertikal zum Gebäude, zu stehen.

Der Ruf nach einer Belebung des zentralen Markus-Roth-Platzes ist gross. Erst kürzlich hat Stadtammann Daniel Mosimann in der «AZ» die Gestaltung und Nutzung des Platzes als Herausforderung bezeichnet. Das haben auch die «Barracuda»-Verantwortlichen erkannt. Das sieht auch Reto Schaffer so: Dass hier etwas passiere, sei wichtig. Etwas salopp formuliert sei der Markus-Roth-Platz ein Durchhänger, sagt der Trinamo-Geschäftsführer. Das geplante Bar-Projekt soll der Tristesse des Platzes zumindest in den Sommermonaten entgegenwirken. Geplant ist, die Hafenbar als Freiluftbetrieb zu führen mit Öffnungszeiten von Mai bis Oktober, jeweils von Donnerstag bis Samstag, ab 16Uhr bis längstens um 23Uhr.

Trinamo AG realisiert die Hafenbar nicht aufs Geratewohl. Im vergangenen Jahr war ein Versuchsbetrieb durchgeführt worden. Mit guten Ergebnissen, wie Reto Schaffer festhält. Zum einen ist das Quartier auf das Angebot aufgesprungen: «Wir haben festgestellt, dass viele Gäste im Quartier wohnen.» Zum andern stimmte die Kasse. «Wir haben gute Umsätze gemacht.» Weil die Gäste schon damals mit Hintergrundmusik beschallt wurden, glaubt Schaffer nicht, dass der geplante Konservensound zu Problemen führen könnte. «Wir werden mit der Musik zurückhaltend sein.» Dem DJ, der jeweils donnerstags ab 17Uhr für Live-Lounge-Musik sorgt, wird deshalb um 20Uhr bereits wieder der Stecker gezogen. Das kulinarische Angebot an der Hafenbar richtet sich nach Getränke- und Speisekarte der Brasserie.

Das Baugesuch liegt noch bis am 30.März auf.

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