Familientragödie

«Die Frau schrie: ‹Mein Mann hat unsere Tochter getötet›»

In Niederlenz kam es am Sonntagabend zu einer Familientragödie: Ein vierjähriges Mädchen ist tot, der Vater schwer verletzt, die Mutter leicht verletzt. Als Täter verdächtigt wird der Vater.

Familientragödie in Niederlenz AG: Kantonspolizei Aargau nimmt Stellung.

Familientragödie in Niederlenz AG: Vierjähriges Mädchen wird getötet

Bei der Familientragödie in Niederlenz treten erste Details zu Tage: So soll allem Anschein nach der 44-jährige Vater das Kind Raquel getötet haben. Gegenüber «TeleM1» sagte Nachbar Miran Karadaghi (23): «Ich habe die Frau auf der Terrasse gesehen.» Sie habe immer wieder geschrien: «Mein Mann hat unsere Tochter getötet.» Auch sie sei verletzt gewesen. 

Später habe er gesehen, wie der Mann von den Einsatzkräften aus dem Haus getragen wurde. Dabei hätten ihm zwei grosse Küchenmesser im Bauch gesteckt, so Karadaghi. 

Über die Familie sagten mehrere Nachbarn, dass sie eher zurückgezogen lebte. Bei gelegentlichen Quartierfesten seien sie nie dabei gewesen. Die 4-jährige Tochter Raquel sei das einzige Kind gewesen.

Grosse Trauer nach Familiendrama in Niederlenz

Grosse Trauer nach Familiendrama in Niederlenz

Gegen 21.30 Uhr ging bei der Polizei Kanton Aargau ein Notruf eines Anwohners ein. Als die Polizisten beim Doppeleinfamilienhaus in Niederlenz eintrafen, stiessen sie auf eine leicht verletzte 43-jährige Schweizerin und ihren schwerverletzten 44-jährigen Ehemann. Für ihr 4-jähriges Kind Raquel kam jede Hilfe zu spät. Das Mädchen war beim Eintreffen der Ambulanz bereits verstorben.

Nach ersten Informationen weist das Kind Stichverletzungen auf, wie die Kantonspolizei Aargau heute mitteilt. Über den Hergang der Tat ist bislang noch nichts bekannt. Von einer externen Täterschaft wird aber nicht ausgegangen, wie Bernhard Graser von der Kapo auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Graser: «Man kann es relativ gut eingrenzen auf die Familie.»

Mit der leicht verletzten Frau konnte eine erste Befragung gemacht werden. Der schwer verletzte Mann dagegen liegt im Spital und war bis Montagabend noch nicht einvernahmefähig, wie Tele M1 berichtet.

Die Familie sei der Polizei in der Vergangenheit nicht aufgefallen, heisst es in einer Medienmitteilung. (rhe/sda) 

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