Lenzburg

Der Mann des Abends hat eine klare Bilanz: Das Ganze sei «E suberi Sach»

Der Neue und die Scheidende: Marc Philip Seidel und Christine von Arx.

Der Neue und die Scheidende: Marc Philip Seidel und Christine von Arx.

Am Gönneranlass der Stiftung Museum Burghalde gehörte die Bühne bereits dem neuen Museumsleiter.

Als Referent über Lenzburger Frauen-Persönlichkeiten war er am Gönneranlass am Montag bereits der Mann des Abends. Ab 1. Januar 2020 ist Marc Philip Seidel auch Leiter des Museums Burghalde. Als Nachfolger von Christine von Arx, die kürzlich von der Peter-Mieg-Stiftung das Haus «Sonnenberg» gekauft hat.

Seit zwei Jahren ist der promovierte Kunsthistoriker Marc Seidel für die historischen Sammlungen des städtischen Museums verantwortlich. Aus dem städtischen Fundus hat er Geschichten über Frauenpersönlichkeiten hervorgekramt, die zumindest teilweise aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind, und den «Burghalde»-Gönnern präsentiert.

Seidel zeigte sich überrascht über das «Schatzkästchen», wie er das Museumsarchiv nannte. Und er freue sich darüber, «wie vieles möglich ist in dieser kulturreichen Stadt». Ebenso glücklich sei er darüber, dass seine bisherige Chefin nun in der Schlossgasse fast seine Nachbarin werde. Das Ganze sei «e suberi Sach», bilanzierte er.

Ehrenmitgliedschaft für scheidende Leiterin

Gleichzeitig sprach Seidel damit auf die neue Sonderausstellung an. Im Rahmen des Themenjahrs Industriekultur will sich das Museum Burghalde der Vergangenheit seiner Dépendance, der Seifi, widmen.

Im ehemaligen Fabrikgebäude dreht sich ab dem Frühling alles um die Produktion von Kernseifen, Körperseifen, Waschpulver, Flocken – und in diesem Zusammenhang ebenso wichtig, um Düfte. Bis 1983 hat es in der Seifi noch geschäumt, dann wurde die Produktion nach Hallwil verlegt. Die Vernissage findet am 26. März 2020 statt.

Budget ist auf über 900'000 Franken pro Jahr gestiegen

Das Projekt wird noch von Christine von Arx geleitet. Sie wurde am Montagabend im Gönnerkreis verabschiedet. «Ich habe eine Lenzburgerin aus dir geformt», zeigte sich Stiftungsratspräsident Urs F. Meier zufrieden darüber, dass von Arx’ Tätigkeitsfeld weiterhin in der Stadt bleibt.

Als von Arx die Führung 2006 übernahm, habe das Budget 168700 Franken betragen. In der Zwischenzeit wurde das Museum saniert, modernisiert und ausgebaut. Das Budget ist auf über 900'000 Franken pro Jahr gestiegen.

Mit der Entwicklung des Museums in den vergangenen 13 Jahren liefere von Arx «ein Meisterstück» ab, sagte Meier. Dafür wurde die scheidende Museumsdirektorin mit der Ehrenmitgliedschaft im Gönnerkreis Museum Burghalde belohnt.

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