Birrwil
Das Akkordeon-Orchester spielt Jodelmusik, aber auch Disco-Schlager

Instrumentale Klänge und Jodellieder erwarteten die Zuschauer am Samstagabend am Jahreskonzert des Akkordeon-Orchesters Beinwil/Birrwil in der Mehrzweckhalle. Unter dem Motto «Potz Musig» wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Sonja Furter
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Mit Hingabe spielten die Mitglieder des Akkordeon-Orchesters.

Mit Hingabe spielten die Mitglieder des Akkordeon-Orchesters.

Sonja Furter

Die Musik diente nicht nur der Unterhaltung der Zuschauer, sondern entführte sie in fremde Welten, indem sie ihnen Geschichten erzählte. So zum Beispiel in dem Stück «Kleine ungarische Rhapsodie» von Alfred Bösendorfer, welches verschiedenste Stimmungen vermittelte. Das Publikum wurde aufgefordert, seine Fantasie spielen zu lassen und sich die Landschaft, die Leute und die Begebenheiten vorzustellen. Aber all das genügte den Organisatoren nicht, wie folgende Aussage zeigte: «Wir wollen nicht nur ihr Ohr verwöhnen, sondern auch ihren Magen.»

Nebst Akkordeon- und Jodelklängen sowie einer Kombination aus beidem kamen die Zuschauer auch in Genuss von Disco-Musik. Mit dem alten Disco-Schlager Y.M.C.A wurden viele der Zuschauer wieder in ihre eigene Jugend zurück versetzt. Mit einem vom Verein selbst gefertigten Qualitätssiegel wurden fünf Ehrenmitglieder gewürdigt.

«Made in Akkordeonorchester», führte die Dirigentin aus, bedeute, «Freundschaft, Einsatz, Gemeinschaft und Engagement.» Viel Witz bewies die Dirigentin auch bei ihrer Ansprache. «Wir schauen, dass sie zu trinken haben – damit dieser Abend nicht eine trockene Sache wird.» Und der Einsatz der Dirigentin wurde am Konzertabend wie folgt kommentiert: «Wir müssen sie manchmal in ihrem Engagement bremsen, damit wir noch nachkommen bei dem, was sie uns dirigiert.»

Nebst dem Gastauftritt des Jodelklub Neukirch, welcher 1967 gegründet worden war und viel Applaus einheimsen konnte, zeigten auch die AkkordeonschülerInnen der Musikschule Beinwil ihr Können. Sie eröffneten das traditionellerweise das Jahreskonzert 2013.

Bei der Zugabe am Schluss des Konzerts wurde das Publikum aufgefordert, mitzusingen, was viele begeistert taten. Der darauf folgende Applaus war so heftig, dass zur Zugabe noch einmal eine Zugabe gegeben wurde. So leuchtete der Saal noch ein Mal unter Lichtblitzen auf, während das Stück «Gwitternacht» aufgeführt wurde. Zum Glück war das Wetter ausserhalb der Mehrzweckhalle nicht ganz so unfreundlich.