Baugesuch
Die Wildegger Schlossscheune wird aufgepeppt

Für 720'000 Franken soll es unter anderem eine Catererküche und Windfänge geben. Das Baugesuch liegt auf.

Anja Suter
Merken
Drucken
Teilen
Die Schlossscheune auf der Schlossdomäne Wildegg.

Die Schlossscheune auf der Schlossdomäne Wildegg.

Urs Helbling

Die Schlossscheune auf dem Gelände der kantonseigenen Schlossdomäne Wildegg soll künftig behaglicher werden. Dafür liegt bis am 8.März ein Baugesuch bei der Gemeinde in Möriken-Wildegg auf. Bis anhin war die Scheuen jeweils nur während rund vier Monaten im Jahr nutzbar. «Die Schlossscheune bietet derzeit bei schlechter Witterung weder für die Vermittlungsarbeit noch für die Unterbringung von grösseren Gruppen eine Alternative zu den Aussenplätzen», heisst es im Baugesuch.

Ziel sei es, dass die Scheue in Zukunft zu einer Ausweichmöglichkeit bei schlechtem und kalter Witterung werde. So solle der Raum nach den Arbeiten von März bis Oktober nutzbar sein und punktuell auch im Winter. Das Projekt sehe es vor, die Schlossscheune in ihrer Behaglichkeit zu verbessern. «In erster Linie soll der Raum von Wind geschützt sein», heisst es in den Unterlagen.

Einbau einer Bodenheizung und bald besseres Licht

Zur Verbesserung der Luftdichtigkeit sollen deshalb unter anderem zwei Windfänge installiert werden. Damit die Besucherinnen und Besucher keine kalten Füsse haben, gibt es eine Fussbodenheizung. Dank des Einbaus der beiden Windfänge soll es zudem tagsüber möglich sein die Scheunentore offenzulassen, dadurch gebe es mehr Tageslicht in dem Raum, heisst es im Baugesuch. «Dennoch wird im nächsten Schritt ein Kunstlicht-Konzept entwickelt, dass die Scheune aus einer stimmigen Grunddunkelheit zu einem Raum transformiert, wo es möglich ist, Dokumente auf dem Tisch lesen zu können», heisst es. Auch für eine Verköstigung der Gäste wird gesorgt. Im Mittelgang der Scheune soll eine fixe Catererküche installiert werden.

Bei allen geplanten Umbauarbeiten soll der Grundcharakter der Scheune jedoch unverändert bleiben. «Alle neuzeitlichen Eingriffe müssen wieder rückführbar sein», so das Baugesuch. Die Scheune und alle wesentliche Bauteile seien integral geschützt. Darum seien keine Anpassungen an den Scheunentoren oder Auswechslungen in der Balkenlage für breitere Treppen möglich. Die Kosten für die Ertüchtigung der Schlossscheune belaufen sich auf 720000 Franken.