Holderbank
«Als ehemaliger Dachdecker schaue ich gern in die Weite»

Der neue Effingerhort-Geschäftsleiter spricht über die Arbeit auf dem Kernenberg.

Ruth Steiner
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 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
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Adventsausstellung Rehahaus Effingerhort
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.
 Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.

Das Rehahaus Effingerhort in Holderbank ist eine Einrichtung für Frauen und Männer mit langjähriger schwerer Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Seit dem 1. September 2018 ist Dieter Theiler der neue Geschäftsleiter des Hauses, welches soeben die Adventsausstellung mit recycelten Artikeln eröffnet hat.

Claudio Thoma

Für Dieter Theiler ist es fast ein Geschenk, dass er heute die Institution leiten darf, an der er vorher in seiner Freizeit auf dem Bike vorbeigerast ist. Die aussichtreiche Lage ins Aaretal hatte es dem 58-jährigen Sozialpädagogen stets angetan. «Als ehemaliger Dachdecker schaue ich gerne in die Weite. Das gibt mir ein befreiendes Gefühl», verrät er und schmunzelt. Zudem ist der Ort nach Ansicht Theilers geradezu prädestiniert für eine Rehaeinrichtung für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen wie den Effingerhort. Weg vom Schuss und abseits der Angebote, die in Versuchung führen könnten; mit einer malerischen Landschaft, die der Psyche kranker Menschen gut tut.

Am 1. September hat Dieter Theiler den Geschäftsleitungsvorsitz des Effingerhort in Holderbank übernommen. Von Heidi Sommer, welche die Institution zuvor während fast 20 Jahren geleitet hatte und nun pensioniert wurde. «Ich habe hier einen gut funktionierenden Betrieb angetroffen», sagt er.

Dieter Theiler ist Quereinsteiger. Am Anfang seiner beruflichen Laufbahn standen drei handwerkliche Ausbildungen: Koch, Zimmermann und Dachdecker. Das Handwerkliche hat ihn nie ganz losgelassen, auch dann nicht, als er sich vor 20 Jahren zu einer Ausbildung zum Sozialpädagogen entschied. So hat er die Häuser, welche er auf seinen beruflichen Stationen bewohnt hat, stets eigenhändig umgebaut. Mit dem jüngsten Umbau sei man in der Schlussphase, erzählt er stolz.

Ausstellung

Die Adventsausstellung im Effingerhort dauert bis am 14. Dezember, montags bis freitags, jeweils 8 bis 17.30 Uhr; mit Angeboten aus Atelier, Garten und Küche. Im Kafiwagen gibt es warme Getränke und Kuchen. Koffermarkt im Gewächshaus am Mittwoch, 28. November, 14 bis 21 Uhr.

Dieter Theiler ist mit dem Suchtbereich vertraut, unter anderem hat er in der Stiftung Netzwerk im Zürcher Oberland gearbeitet. Die neue Aufgabe im Effingerhort ist für ihn eine Rückkehr in den Kanton Aargau: Diesen kennt er von seinen früheren Tätigkeiten im Schloss Biberstein und bei der Stiftung Satis in Seon.

Kostendruck steigt

Über die Effingerhort-Klienten sagt Dieter Theiler: «Hier wohnen 25- bis 50-jährige Personen mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten. Sozial oft entwurzelt, die Familien haben sich nicht selten von ihnen abgewandt.» Die meisten kämpften nicht nur mit ihrer Sucht, sondern auch mit psychischen Problemen. Viele hätten sich aufgegeben, weiss er. Es brauche viel Zeit und therapeutische Bemühungen, um diese Menschen nur einigermassen stabilisieren zu können. Deshalb ist der neue Effingerhortleiter glücklich über das Massnahmenangebot, welches die Stiftung bietet mit dem Tageszentrum Klinik im Hasel, Gontenschwil, mit einem Ambulatorium in Lenzburg und dem Integrationszentrum in Aarau. «Das ist Luxus», sagt er.
Weniger zufrieden ist Theiler mit dem politischen Druck; die Sparmassnahmen des Kantons machen auch vor Institutionen wie dem Effingerhort nicht Halt. Stationäre Aufenthalte wurden rigoros gekürzt: Von neun auf drei, maximal sechs Monate in Ausnahmefällen. Das ist zu wenig lang, die Rückfallquote laut Theiler hoch. Damit der Betrieb im Effingerhort mit der angegliederten Landwirtschaft und Gärtnerei reibungslos läuft, arbeiten alle Klienten im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit. Auch bei der Adventsausstellung, die gestern eröffnet wurde, haben die Suchtkranken eifrig gesägt, gemalt und geklebt.