Lenzburg
2,2 Mio. für Ausbau des neuen Polizeiposten – Einwohnerrat muss über Kredit entscheiden

Der Einwohnerrat muss über zwei Umbaukredite für das Malagahaus befinden.

Ruth Steiner
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Dank Synergien mit der Kapo kann die Repol ihre Räume in Zukunft besser nutzen.

Dank Synergien mit der Kapo kann die Repol ihre Räume in Zukunft besser nutzen.

Ruth Steiner

Die Kantonspolizei plant, ihren heutigen Stützpunkt im Bezirksgebäude am Metzgplatz ins Malagahaus am Freiämterplatz zu verlegen. Dort wird die Kapo im Herbst 2020 Räume im 1. und 2. Obergeschoss beziehen. Die Geschosse werden nun den Bedürfnissen des Mieters entsprechend ausgebaut.

Bereits seit 2007 ist die Regionalpolizei Lenzburg im Geschäftshaus Malaga untergebracht. Stadt und Kanton haben nun vor, im Bereich der polizeilichen Zusammenarbeit Synergien zu nutzen und gewisse Räume gemeinsam zu realisieren. Dabei geht es insbesondere um WC-Anlagen, Duschen, zwei Garderobenräume sowie je einen Trocknungs-, Ruhe- und Aufenthaltsraum.

Der gesamte Ausbau für den neuen Kantonspolizeiposten kostet rund 2,2 Millionen Franken. Lenzburg beteiligt sich mit 50 Prozent an den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten. Der Kanton, der beim Mieterausbau die Federführung übernimmt, hat den Anteil der Stadt mit 250'440 Franken berechnet. Als Alternative zu einer Beteiligung an den effektiven Kosten bietet der Kanton Lenzburg an, einen Pauschalbeitrag von 235'000 Franken an den Mieterausbau zu bezahlen. Der Stadtrat spricht sich für diese Variante aus, weshalb sich der Einwohnerrat in der Sitzung am 23. Mai mit einem Verpflichtungskredit in dieser Höhe befassen muss.

Sicherheit bei Repol erhöhen

In der gleichen Vorlage geht es um einen weiteren Kredit von 391'000 Franken. Mit diesem Betrag soll der Posten der Repol saniert und umgebaut werden. Derzeit sind die räumlichen Verhältnisse dort prekär. Dank der gemeinsam mit der Kapo genutzten Räume wird bei der Repol Fläche frei und kann umgenutzt werden.

Wie es in der Einwohnerrats-Vorlage heisst, entspricht der Posten nicht mehr den heute geforderten Sicherheitsrichtlinien. Beispielsweise müssen Personen, die vernommen oder überprüft werden, durch die Innenräume oder die Büros des Polizeipostens geführt werden. Das stelle ein massives Sicherheitsrisiko dar. Zudem fehlt für angehaltene Personen eine Einstellzelle, die den gesetzlichen Richtlinien entspricht. Und es gibt bisher keine getrennten Toiletten für Polizistinnen und Polizisten.

Zusätzliche Fläche wird die Integration der Gemeinden Hunzenschwil und Rupperswil in die Repol Lenzburg beanspruchen. Das ist spätestens ab 2022 der Fall. Damit erhöht sich der Mannschaftsbestand um bis zu 400 Stellenprozente.

KREDITVORLAGEN

Strassensanierung

Zusätzlich zu den Kreditbegehren zum Umbau des Geschäftshauses Malaga beschäftigt sich der Einwohnerrat am 23. Mai mit zwei Strassensanierungsprojekten: Für 325'000 Franken soll die Brunnmattstrasse Bereich Mitte saniert werden. «Der Belag hat seine Lebensdauer erreicht. Zahlreiche Risse und Flicke prägen das Erscheinungsbild», heisst es in der Vorlage. Gleichzeitig wird der parallel zur Strasse verlaufende Gehweg erneuert. Der Kreditantrag übersteigt den im Finanzplan eingestellten Betrag um 85'000 Franken. Der Stadtrat begründet die Mehrkosten mit ungenügendem Fundationsmaterial auf dem Abschnitt von der Einmündung Bölli bis zum Knoten Widmiweg.

Der zweite Kredit betrifft den Bösenrain. Für 235'000 Franken muss der Weg von der Seonerstrasse zu Messer Schweiz AG («Suurstoffi») saniert werden. Der bestehende zweischichtige Belag sei im Laufe der Jahre spröde und rissig geworden, die Deckschicht löse sich von der Tragschicht, schreibt der Stadtrat im Antrag zum Verpflichtungskredit.

Die zwei Sanierungsprojekte werden im Sommer in Angriff genommen.
Es wird mit einer Bauzeit von etwa vier Monaten gerechnet. Bei beiden Strassen ersetzt die SWL Energie AG gleichzeitig mit den Erneuerungsarbeiten alte Leitungen. (str)

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