Umweltarena Spreitenbach
«Wolldecken sind nicht genug»: Protestaktion vor der Grossratssitzung

Mit einer Protestaktion vor der Umweltarena Spreitenbach fordert der Verein Netzwerk Asyl Aargau Hilfe für die Flüchtlinge auf Lesbos.

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Vor der Umweltarena fand am Dienstagmorgen eine Protestaktion statt.
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Dahinter steckt der Verein Netzwerk Asyl Aargau.
Protestaktion Netzwerk Asyl Aargau

Vor der Umweltarena fand am Dienstagmorgen eine Protestaktion statt.

Netzwerk Asyl Aargau

Schlafsäcke und Schuhe liegen lose verteilt auf dem Platz vor der Umweltarena Spreitenbach. "Aufnahme der Geflüchteten aus Moria sofort", prangt auf einem der Plakate, die die Demonstrierenden in die Höhe halten.

Der Verein Netzwerk Asyl Aargau hat sich vor der Grossratssitzung am Dienstag zu einer Protestaktion eingefunden, unterstützt von der JUSO und den Jungen Grünen. Bereits vor Monaten forderten sie, 500 Flüchtlinge im Aargau aufzunehmen. "Wir stellen ernüchtert fest, dass die Regierung bislang keinen Handlungsbedarf sah, um tatsächlich beim Bundesrat vorstellig zu werden und die Bereitschaft des Aargaus für die Aufnahme zu signalisieren", schreibt der Verein in einer Mitteilung.

Der Brand im grössten Flüchtlingslager Europas auf der griechischen Insel Lesbos habe die Situation für die Menschen noch unerträglicher gemacht. Das Lager wurde durch das Feuer zerstört, Tausende Menschen wurden in die Obdachlosigkeit gezwungen.

Das Lager wurde ein Raub der Flammen.
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Die Container der Flüchtlinge brannten aus.
Fast das gesamte Lager brennt.
In den frühen Morgenstunden wütete das Feuer weiter, angefacht von Winden mit bis zu 70 Stundenkilometern.
Menschen auf der Flucht.
Zuletzt leben dort nach Angaben des griechischen Migrationsministeriums rund 12 600 Flüchtlinge und Migranten - bei einer Kapazität von gerade mal 2800 Plätzen.
Ein Feuerwehrmann in Moria.
Menschen in Moria.
Diese Flüchtlinge sammelten sich auf einer Brücke, um den Flammen zu entkommen.
Ein Teil des Lagers in Schutt und Asche.
Flüchtlinge vor einem verlassenen Haus.
Viele Flüchtlinge wurden evakuiert.
Flüchtlinge versuchten den Hafen von Mytilini zu erreichen. Die Polizei blockierte Strassen.
Unterwegs, auf der Flucht vor den Flammen.
Unterwegs, auf der Flucht vor den Flammen.

Das Lager wurde ein Raub der Flammen.

Panagiotis Balaskas / AP

Die fundamentalsten Menschenrechte würden nicht mehr eingehalten, prangert der Verein in seiner Mitteilung an: "Der Aargau kann etwas dagegen tun, dass weniger Menschen auf Lesbos gezwungen sind, unter freiem Himmel zu nächtigen".

Man habe die nötigen Kapazitäten und finanziellen Mittel im Aargau, um einen Beitrag zu leisten. Wolldecken, wie der Bundesrat sie zur Verfügung stelle, löse kein Problem.

Am Dienstagabend sprach Rolf Schmid vom Verein Netzwerk Asyl bei Tele M1 über die Aktion: