Fête des Vignerons
Vorglühen im frühmorgendlichen Extrazug – Aargauer Regierung schmiedet Pläne

Es war ein Aufmarsch der Aargauerinnen und Aargauer: Eine 1500-köpfige Delegation in blauen Schürzen vertrat den Kanton an der Fête des Vignerons in Vevey. Und sie tat es lachend, tanzend und Wein trinkend.

Stefania Telesca
Merken
Drucken
Teilen
Daniela Schlögl aus Stilli trägt eine Festtagstracht aus dem Berner Aargau
140 Bilder
Regierungssprecher Peter Buri (mit Hut) mit Tochter (rechts), deren Ehemann, sowie einem befreundeten Paar aus Südafrika.
Dem Badener Stadtammann Markus Schneider (rechts) scheint es zu gefallen.
Die Familie von Connie Fauver geniesst eine Pause am Rand des Genfersees.
Cédric Wermuth stösst mit Schinznacher Wein an
Martin Brügger präsentiert stolz seine handgemachte Aargauer Fahne.
Kinderzirkus
Regierungssprecher Peter Buri (mit Hut) mit seinem Bruder
Der kleine Alex aus Vevey ist jeden Tag an der Fête
Regierungsrat Alex Hürzeler während des Umzugs
Der Präsident der Fête, François Margot, empfängt die Gäste aus dem Aargau
Landamman Urs Hofmann während des Umzugs
Grossratsweibel Manuela Weber
Der Brugger Vizeammann Leo Geissmann
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Staatsschreiberin Vincenza Trivigno
Landammann Urs Hofmann hält eine Rede
Das Grande Finale musste wegen starken Gewitters abgegbrochen werden.
Artisten des Circus Monti zeigen einen Teil ihres aktuellen Programms.
Artisten des Circus Monti zeigen einen Teil ihres aktuellen Programms.
Das Grande Finale musste wegen starken Gewitters abgegbrochen werden.
Artisten des Circus Monti zeigen einen Teil ihres aktuellen Programms.
Zirkus-Aufführung über dem See.
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
So sah es am Vormittag aus: blauer Himmel über dem Winzerfest.
Das Aargauer Motto lautet "Cirque d'ArgoVin".
Ankunft im Bahnhof Vevey
Fête des Vignerons 2019
Artisten des Circus Monti zeigen einen Teil ihres aktuellen Programms.
Zuschauer fotografieren die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Zuschauer fotografieren die vom Kanton Aargau engagierte "Compagnie Transe Express" aus Frankreich alias "Mobile Homme" über dem Genfersee.
Eine Familie hat sich für das Fest herausgeputzt
Zirkusdirektor Johannes Muntwyler vom Circus Monti.
Artisten des Circus Monti zeigen einen Teil ihres aktuellen Programms.
Artisten des Circus Monti zeigen einen Teil ihres aktuellen Programms.
Die FDP macht ein Selfie: Titus Meier, Jeanine Glarner und Silvan Hilfiker (vlnr.)
An der Fête des Vignerons am Abend durften die Besucher noch einmal das Mobile bestaunen.
Tag 3 des Fête des Vignerons: Der Kanton Solothurn hat am 3. August seinen grossen Tag in Vevey an der Fête des Vignerons.
Impressionen der Fête des Vignerons.
Impressionen der Fête des Vignerons.
Impressionen der Fête des Vignerons.
Es regnete mehrmals kurz, aber kräftig in Vevey.
Rund 1500 Aargauerinnen und Aargauer sind an die Fête des Vignerons gereist.
Am Morgen zogen sie durch die Stadt.
...
Dazu spielten sie Musik.
Landammann Urs Hofmann mit blauer Schürze.
Die SVP-Grossrätinnen Désirée Stutz und Martina Bircher lassen sich am See ablichten.
Proscht in die Deutschschweiz.
Am Nachmittag braute sich am Himmel etwas zusammen.
Das Menu für die Ehrengäste.
Für diese Statisten aus der Region ist es zum Teil die vierte „Fête des Vignerons“. Jeden Tag nehmen sie an der grossen Show in der Arena teil. Seit März bereiten sie sich auf ihre Rolle vor. Heute geniessen sie in der Pause auf der „Terrasse de la Confrérie“ ein paar Gläser Aargauer Wein.
Viel Betrieb an der Bar. Der Aargauer Wein scheint zu munden.
Früh übt sich, wer ein Weingourmet sein will.
Marlen Fischer und Kathrin Büchi haben fürs Foto das Weinglas der Welschen Nachbarn ausgeliehen.
Auf der Terrasse de la Confrérie gibt es Aargauer Wein und das bei bester Aussicht auf den See.
Franck Bodin und Aymeric Thuiller bewachen die Instrumente. Die beiden kommen aus Frankreich und gehören zum Circa Tsuica. Sie haben heute Morgen die Aargauer Delegation angeführt und werden auch am Grande Finale am Abend noch einmal zu hören sein.
Der Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann grüsst in die Heimat.
Die ersten Besucher finden sich in der Arena ein.
Weinbauer Konrad Zimmermann aus Oberflachs und Begleitung schwingen stolz die Aargauer Fahne.
Wein hat es noch. Aber die Gläser sind ausgegangen. 1500 wurden bestellt. Da hat sich wohl noch der eine oder andere Nicht-Aargauer ein Glas Schinznacher gegönnt.
Der Monti-Wagen sorgt für Heimatgefühle in der Ferne.
Frühschoppen für die Aargauer Delegation zur Begrüssung: FDP-Grossrätin Jeanine Glarner sagt Proscht!
Anleitung für das Willkommensapéro am See.
Der Fahnenzug der Freischaren Lenzburg vor ungewohnter - aber nicht minder schöner - Kulisse.
Ist mit dem Megafon unterwegs und weist den Leuten den Weg zum Wein: Regierungssprecher Peter Buri.
Am Ziel angekommen.
Die „Lions“ aus Brugg gönnen sich ein Gläschen Weissen. Sie sind beeindruckt vom Aufmarsch. „Mir sind halt au en guete Kanton. So z‘säge de bescht.“
„Ils sont nombreux“, „es sind viele“, hält ein Beobachter am Strassenrand fest. Die Aargauer laufen noch immer in Vevey ein.
Die Arena: Hier beginnt um 11 Uhr die Aufführung. Aber zuerst gibt es für die Aargauer Delegation laut Programm einen Apéro. Haben sie sich nach diesem Auftritt verdient.
Ein Blick auf den Einmarsch der Aargauer von Oben.
Der Aargauer Einzug in die Stadt lockt die letzten aus dem Bett und auf den Balkon. Im oberstens Stockwerk übrigens haben sich weitere Musikerinnen und Musiker in Position gebracht.
Der Aargau zieht in Vevey ein - mit Musik und Wein
Stadt Vevey begrüsst den Aargau
Der Aargau zieht in Vevey ein - mit Musik und Wein
Stadt Vevey begrüsst den Aargau
Ankunft der Aargauer in Vevey.
Auch Landammann Urs Hofmann hat sich eine blaue Schürze umgebunden.
In Vevey haben sie gutes Wetter.
Eine „strategisch wichtige Sitzung“ sagt Markus Dieth und bespricht mit seinen Kollegen den Lageplan und den anstehenden Umzug. „Immer der Musik nach“, sagt Alex Hürzeler.
Therese und Alex Haller aus Schöftland erweisen dem Aargauer Tag an der Fête des Vignerons in der Aargauer Sonntagstracht die Ehre.
Betriebsausflug an die Fête de Vignerons. Die Risa Hutwerkstatt Hägglingen hat für das Spektakel in der grossen Arena 550 Strohhüte genäht. Der Aargau beziehungsweise Strohhüte aus dem Aargau gibt es also nicht nur heute am Aargauer Tag, sondern jeden Tag in Vevey zu bestaunen.
Marianne Binder, CVP Aargau Präsidentin, ist bereits beschürzt.
Die Lenzburger Einwohnerratspräsidentin Brigitte Vogel probiert die Winzerschürze an, mit der die Aargauer Delegation in die Arena in Vevey einmarschieren wird.
Hat alles im Griff. Martin Widmer, Chef Logistik.
Matteo Schweizer, Larissa Schweizer, Kevin Fretz und Carmen Hirt aus Bottenwil spielen eine Runde Tschau Sepp. So vergeht die Zugfahrt wie im Fluge. Sie sind gespannt, was sie in Vevey erwartet und freuen sich natürlich auch auf den Wein.
Die Winzerschürzen sind verteilt. Die Lunchsäckli auch. Das kleine Reisegrüppchen aus Aarau und Unterentfelden. Sie lassen sich überraschen, freuen sich auf die Aufführungen und zumindest teilweise auf den Wein.
Alle Reisenden bekommen ein Lunchsäckli
Im Zug macht sich Festlaune breit.
Das hats im Lunchsack.
Dichtestress am Bahnhof Lenzburg - noch früher als sonst.
Die erste Flasche Wein ist leer, beim nächsten Mal wirds dann hoffentlich ein Aargauer sein.

Daniela Schlögl aus Stilli trägt eine Festtagstracht aus dem Berner Aargau

Sandra Ardizzone

Vevey begrüsste die Aargauer Delegation am Dienstagmorgen bei Sonnenschein, 25 Grad und blauem Himmel. Mit Trompeten, Trommeln und Fanfaren haben sie sich um neun Uhr morgens den Weg durch Vevey gebahnt: Die 1500 Besucherinnen und Besucher, Politikerinnen und Politiker, Winzer, Ehrengäste und Künstler, die den Aargau an der Fête des Vignerons vertreten haben. Die Rue Paul-Ceresole, die vom Bahnhof in Vevey hinunter zur grossen Arena des Winzerfestes am See führt, war reich geschmückt mit Aargauer Fahnen.

Zuschauer am Rande des Umzugs schauten erstaunt zu: «Das sind aber viele Menschen!», bemerkte ein französischsprachiger Mann. Viele Ortsansässige schauten von ihren Balkonen zu – und lehnten diese teilweise den Musikern aus, damit sie aus der Höhe auf die Strasse herunterspielen konnten. Angeführt wurde der stimmungsvolle Umzug von der Stadtmusik Aarau und befreundeten Musikvereinen. Eine Musikergruppe reiste dafür sogar aus Frankreich an. Die Klänge erinnerten an fröhliches Zirkustreiben und brachten sogar den einen oder anderen Regierungsrat dazu, auf der Strasse zu tanzen.

Vorglühen und Kartenspielen im frühmorgendlichen Extrazug

Der Willkommensapéro fand im Anschluss an den feierlichen Einzug am Ufer des Genfersees statt. Die Aargauer hatten Durst: Nach kurzer Zeit hatte es zwar noch Wein, aber die 1500 Gläser waren aufgebraucht.

Die Fête des Vignerons findet nur alle 20 bis 25 Jahre statt. Zum ersten Mal wurden am Waadtländer Winzer- und Kulturfest die Kantonstage abgehalten. Entsprechend gross war die Freude und Aufregung in der Aargauer Delegation. Mehr als 1000 der rund 1500 Teilnehmer reisten im Morgengrauen mit dem Extrazug an. Dieser startete um 5.37 Uhr in Brugg, machte kurz in Lenzburg halt und holte die letzten Passagiere in Aarau ab. Der Kanton hatte den Extrazug organisiert und 650 Tickets zu einem Vorzugspreis von 100 Franken an die Bevölkerung verkauft.

Die Stimmung im Zug war trotz der frühen Morgenstunde ausgesprochen ausgelassen. Die Passagiere wurden kurz nach der Abfahrt mit Gipfeli und Kaffee versorgt; viele überbrückten die mehr als dreistündige Zugreise aber mit einer Flasche Wein, guten Gesprächen oder einer Partie «Tschau Sepp». Unter den Zugpassagieren war auch Alois Baur aus Sarmenstorf: «Ich freue mich am meisten auf die Zirkusvorstellung von Monti», sagte der 65-Jährige. Er ist grosser Zirkusfan und ging zum ersten Mal ans Winzerfest. «Ich bin aber auch zum Weintrinken da», fügte er an und schmunzelte.

Regelmässige Zugdurchsagen erinnerten die Passagiere daran, wie sie sich – einmal in Vevey angekommen – verhalten sollten. Die Organisation hatte schon fast militärische Genauigkeit. Ein Umzug mit einer solchen Menschenmenge will geplant sein. Die Wettervorhersage zeigte am Morgen noch graue Wolken und Regen an. Auch das haben die Organisatoren berücksichtigt: Helfer Herbert Huber verteilte allen Zugreisenden Pelerinen. Diese brauchte es später am Nachmittag, als es in Strömen regnete. Huber hatte auch blaue Stoffrucksäcke dabei. Darin hatten die Organisatoren kleine Snacks gepackt. Dies, weil die grosse Show in der Arena während der Mittagszeit stattfand. Crackers, Gummibärchen, Kaugummi und ein Fleischkäse sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zum Mittagessen um 14.00 Uhr bei Laune halten. «Passen Sie beim Öffnen auf, der Fleischkäse hat Unterdruck», scherzte ein Zugreisender. Der wichtigste Inhalt war aber die blaue Winzerschürze: Jeder Einzelne zog diese spätestens in Vevey als Wiedererkennungsmerkmal an.

Die Regierung schmiedet Pläne und folgt der Musik

Im hintersten Wagen des Extrazugs hielt die Regierung «eine strategisch wichtige Sitzung», wie Landwirtschaftsdirektor Markus Dieth scherzend festhielt. Was zuerst nach einer konspirativen Besprechung aussah (Dieth sowie Landammann Urs Hofmann und Regierungsrat Alex Hürzeler schauten konzentriert auf ein Blatt Papier), entpuppte sich als Wegbesprechung der anstehenden Parade. «Wir gehen einfach der Musik nach», hielt Hürzeler abschliessend fest, bevor sie aus dem Zug ausstiegen und sich unter das lk mischten.