Michelle Steinbeck
Umstrittene Autorin für Schweizer Buchpreis nominiert: "Eigentlich war ich total nervig"

Michelle Steinbecks erstes Buch «Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch» wurde für den Schweizer Buchpreis 2016 nominiert.

Nicola Imfeld
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Michelle Steinbeck hat allen Grund zur Freude: Sie wurde für den Schweizer Buchpreis 2016 nominiert.

Michelle Steinbeck hat allen Grund zur Freude: Sie wurde für den Schweizer Buchpreis 2016 nominiert.

Keystone

Michelle Steinbeck ist im aargauischen Lenzburg geboren, in Zürich aufgewachsen und lebt heute in Basel.

Die 25-jährige Strahlefrau wurde nun für den Schweizer Buchpreis 2016 nominiert, wie die Jury am Mittwoch mitteilt. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 40'000 Franken dotiert – der Preisträger erhält 30'000 Franken.

Steinbeck sorgte mit ihrem ersten Buch schweizweit für Aufsehen. Im Literaturclub wurde sie für ihren eigenen Schreibstil teilweise heftig kritisiert (siehe Video).

Das Buch «Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch» handelt von einer jungen Frau namens «Loribeth», die verzweifelt nach ihrem Vater sucht.

Auf ihrer Reise erlebt «Loribeth» grausame Dinge. Steinbeck erzählt das Abenteuer «in einer sinnlichen Sprache», wie ihr Basler Verlag «Lenos» auf seiner Webseite schreibt.

Gegenüber der Tageswoche sagte Steinbeck: «Ich habe früher immer gedacht, dass ich ein tolles Kind war. Aber auf Videos habe ich gesehen, dass ich eigentlich total nervig war.»

Die Baslerin rangierte auch auf der sogenannten Longlist für den Deutschen Buchpreis. Den Sprung auf die Shortlist hat sie im Nachbarland im Gegensatz zur Schweiz allerdings nicht mehr geschafft.

Neben Michelle Steinbeck sind auch Sacha Batthyany, Christoph Höhtker, Christian Kracht und Charles Lewinsky nominiert.

Pressespiegel über das erste Buch von Steinbeck

«Mehr als ein Hipsterroman. Es ist ein schräges Märchen mit Tiefgang, wild und phantastisch.» Brigit Weibel, Schweizer Fernsehen
5 Bilder
«Ein beeindruckendes Romandebüt … dieser atemlose, sich überschlagende Prosastil, diese spektakuläre Dichte an Einfällen; dieses Vergnügen an klanglicher Assoziation.» Sebastien Fanzun, Neue Zürcher Zeitung
«Steinbeck gelingt mit dieser fantastischen aber auch grausamen Reise Loribeths ein ebenso skurriles wie poetisches Debüt.» Martina Keller, Viceversa Literatur
«Die immense Flut an abstrusen Bildern sowie die einfache, klare Sprache machen ihr Debüt einzigartig.» Simone Keller, Basler Zeitung
«Michelle Steinbeck gelingen mit ihrer symbolträchtigen Sprache immer wieder starke Bilder. Kein Zweifel: Die Themen darunter sind so universell wie zeitlos.» Isabel Hemmel, Züritipp

«Mehr als ein Hipsterroman. Es ist ein schräges Märchen mit Tiefgang, wild und phantastisch.» Brigit Weibel, Schweizer Fernsehen

Keystone

Die öffentliche Preisverleihung des Buchpreises findet am 13. November im Theater Basel statt.

Schweizer Buchpreis 2016: Die Nominierten

Sacha Batthyany: «Und was hat das mit mir zu tun?»

Christoph Höhtker: «Alles sehen»

Christian Kracht: «Die Toten»

Charles Lewinsky: «Andersen»

Michelle Steinbeck: «Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch»

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