Giacobbo/Müller
So schlagfertig reagiert Egerszegi, wenn sie als Schlampe beschimpft wird

Christine Egerszegi zu Besuch bei Giacobbo/Müller: In der Sendung vom Sonntag gab sich die Noch-Ständerätin souverän – und machte den beiden Satirikern deutlich, dass sie auch Beschimpfungen nicht aus der Ruhe bringen.

Maria Brehmer
Drucken
Teilen

«Sie haben über die Parteigrenzen hinausgeschaut und jemanden empfohlen, der nicht bei der FDP ist: Sie empfehlen Pascale Bruderer zur Wiederwahl!» Das sei doch ein grosses Sakrileg, konfrontierte Viktor Giacobbo Christine Egerszegi gleich zu Beginn des Gesprächs.

Die Noch-Ständerätin stand den beiden Satirikern Viktor Giacobbo und Mike Müller in der Sendung vom Sonntag auf SRF Red und Antwort. Und machte ziemlich schnell klar: «Eine Freisinnige lässt sich nicht in eine Schublade stecken».

Die Aargauerin reagierte gelassen auf den Vorwurf, durch ihre Empfehlung einer SP-Frau unkollegiales Verhalten an den Tag zu legen (wir berichteten). «Ich bin immer freisinnig gewesen. Sonst wäre ich ja nicht frei-sinnig!»

«Verteilen Sie bald Alkohol?»

Richtig unter Druck setzten Viktor Giacobbo und Mike Müller die Aargauer Ständerätin nicht. Brav stellten die beiden Satiriker der 67-Jährigen Fragen zu ihrem Job als Parlamentarierin, der diese Legislatur nach 20 Jahren zu Ende geht.

«Stehen Sie bald auf die Strasse und verteilen den Aargauern ein bisschen Alkohol?», fragt Giacobbo und spricht eines von Egerszegis Nebenämtern an, in dem sie den sogenannten Alkoholzehntel des Kantons Aargau für Soziales und Kulturelles ausgibt – Geld, das aus der Alkoholsteuer stammt. «Ich bin da schon etwas gespalten: Klar wünsche ich mir, dass die Leute richtig ‹driligge und eine nämet›». Auf der anderen Seite habe sie als Präventionspolitikerin doch gewisse Hemmungen, die Leute zum Trinken zu animieren.

Als Schlampe beschimpft

Bedeutend forscher sind die Konfrontationen, denen Egerszegi privat begegnet. «Fanpost in allen Schattierungen» würde sie bekommen. «Aber ich habe mir angewöhnt, jedem, der mir eine ‹Sau-Mail› schickt, freundlich Antwort zu geben.»

Und so bleibt die Frau aus dem Aargau auch dann noch gelassen, wenn sie jemand «Schlampe» nennt: Sie antwortete dem Herren per Mail: «Sie sind einfach ein Schatz».

Sehen Sie hier die ganze Sendung «Giacobbo/Müller» vom 4. Oktober 2015:

Aktuelle Nachrichten