Hackerangriffe
Sind die heiklen Daten im Aargau genug geschützt?

Der Kanton verfügt durch seine staatlichen Betriebe über jede Menge sensible Daten seiner Bürger. Wie gut sind diese vor Hackern geschützt?

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Die Fälle von Hacker-Angriffen häufen sich in jüngster Zeit.

Die Fälle von Hacker-Angriffen häufen sich in jüngster Zeit.

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Schadsoftware, die über «20minuten.ch» verbreitet wurde, Cyber-Angriffe auf den Rüstungskonzern Ruag, gestohlene Mailadressen von der SVP-Website – nur einige Beispiele von Hackerangriffen aus der jüngsten Vergangenheit, die vor Augen geführt haben, wie schnell ganze Onlineauftritte lahmgelegt werden können.

«Cyberkriminalität nimmt rasant zu und stellt eine grosse Gefahr für den Datenmissbrauch und Sabotage von kritischen IT-Systemen dar», schreibt GLP-Grossrat Sukhwant Singh-Stocker in seiner diese Woche eingereichten Interpellation. Sieben Fragen zu den IT-Sicherheitsvorkehrungen in Aargauer Staatsbetrieben wie Spitälern oder Strafanstalten richtet er deshalb an die Adresse des Regierungsrats.

Die staatlichen Betriebe bearbeiteten und verwalteten Bürger- und Patientendossiers, die auch für Hacker von Interesse sein könnten, begründet der Möhliner seinen Vorstoss. «Diese Daten sind besonders schützenswert und bedürfen deshalb besonderer Sorgfalt und Schutz vor Cyberkriminellen.»

Sukhwant Singh-Stocker, von Beruf Manager Cyber Security Services, will unter anderem wissen, ob im Kanton Aargau eine Cybercrime-Strategie bestehe, um sensible Daten vor Diebstahl und Sabotage zu schützen. Ausserdem erkundigt er sich bei der Regierung nach den Ressourcen, die für die Cyberabwehr zur Verfügung stehen, der gesetzlichen Grundlage sowie den verlangten Sicherheitsberichten. (SAS)

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