Pandemie

«Selbstverantwortung» – was verstehen unsere Leser in der Corona-Krise unter diesem Begriff?

Hygiene einhalten: eine der wichtigsten Corona-Massnahmen, die unter «Selbstverantwortung» läuft.

Hygiene einhalten: eine der wichtigsten Corona-Massnahmen, die unter «Selbstverantwortung» läuft.

Über die Sozialen Medien haben wir unsere Leserinnen und Leser gefragt: Wie übernehmen Sie derzeit Selbstverantwortung – was tun Sie konkret, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen? Der Tenor ist klar: Man schützt sich, um andere zu schützen.

Die angenehme Frühlingssonne mag ihren Teil dazu beitragen, dass einige Menschen den Rat des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und die dringenden Empfehlungen von Expertinnen und Experten nur ungerne befolgen. Unsere Leserinnen und Leser berichten von vollen Cafés, vollen Spielplätzen, wo Mütter und Väter mit ihren Kindern verweilen und sie beobachten Senioren-Treffs im öffentlichen Raum oder ältere Menschen, die in Supermärkten einkaufen. 

«Wieso sind so viele Leute auf der Strasse, die da eigentlich nicht hingehören?»

Dass das nichts mit Selbstverantwortung zu tun hat und schon gar nicht mit der Devise, «sich sein Leben nicht vorschreiben zu lassen», darin sind sich sich die meisten unserer kommentierenden Leserinnen und Leser einig. Über Facebook haben wir sie gefragt, was sie persönlich zu der Eindämmung des Corona-Virus beitragen. Die meisten Antworten machen klar, dass zum Schutz der älteren Mitmenschen sowie der Risiko-Gruppe jetzt vor allem eine Massnahme wichtig ist – und unbedingt befolgt werden muss: Zuhause bleiben. 

Wenig Verständnis zeigen unsere Leserinnen und Leser für jene, die es in Zeiten der Corona-Krise nicht lassen können, sich im öffentlichen Raum in grösseren Gruppen zu treffen.

Am Sonntag war das vielerorts in der Nordwestschweiz zu beobachten, und auch am Montag scheint man die Sonne geniessen zu wollen, indem man sich draussen trifft. Dort, wo sich auch andere treffen –so entstehen Menschenansammlungen, die über die Anzahl von 50 hinaus gehen.

Nicht nur auf unseren Facebook-Seiten, sondern auch an anderen Stellen in den Sozialen Medien war die Empörung über das Nichteinhalten der vom BAG empfohlenen Regeln zu spüren.

«Nicht empfangen = nicht weitergeben»

Leserinnen und Leser, die unsere Frage kommentieren, scheinen informiert. «Nicht empfangen = nicht weitergeben» schreibt etwa ein User. «Regelmässig gründlich die Hände waschen und keine Hamsterkäufe betätigen!» ein anderer. «Aus Liebe zu den Mitmenschen» kaufe eine Userin derzeit nur das Nötigste im Supermarkt ein und arbeite vorwiegend im Homeoffice.

Wie übrigens die Mehrheit unserer kommentierenden Leserinnen und Leser: Wer die Möglichkeit hat, im Homeoffice zu arbeiten, ist froh darüber. All jene, die zum Beispiel in Pflegeberufen tätig sind und darum nicht von zuhause aus arbeiten können, erreicht grosser Respekt und der Dank unserer Leserinnen und Leser.

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