Abstimmung
SBI: Welche Aargauer Gemeinde am deutlichsten Nein stimmte – und wo es ein Unentschieden gab

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Plakate der Befürworter und Gegner der Selbstbestimmungsinitiative.

Plakate der Befürworter und Gegner der Selbstbestimmungsinitiative.

key/zvg

In der Bärenmatte Suhr war die Stimmung aufgeheizt, als Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Ständerat Philipp Müller vor einem Monat mit den SVP-Nationalräten Hans- Ueli Vogt und Magdalena Martullo-Blocher über die Selbstbestimmungsinitiative diskutierten.

Hätte man damals dort abgestimmt, hätte sich im Saal wohl eine Mehrheit für die SVP-Initiative ergeben.

Schreiten der hitzigen Diskussion entgegen: SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher und Bundesrätin Simonetta Sommaruga.
13 Bilder
Der Mann hinter der Selbstbestimmungsinitiative: SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt.
Teilte aus: FDP-Ständerat Philipp Müller.
Das Publikum hört gebannt zu und...
... applaudiert nach knackigen Voten.
Die prominente Diskussionsrunde will fotografisch festgehalten sein.
Sommaruga diskutiert nicht nur, sondern hört auch zu...
... und verteilt Unterschriften.
Vogt wirbt für seine Initiative.
Im Scheinwerferlicht: Sommaruga, die Buh-Rufe über sich ergehen lassen muss.
Sie und Müller engagieren sich gegen die Initiative.
«Das kann ja nicht sein, ich stehe da und muss mir all diesen Mist anhören», sagt Müller enerviert.
Das sei direkte Demokratie, kontert Martullo-Blocher.

Schreiten der hitzigen Diskussion entgegen: SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher und Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Chris Iseli

Anders am Sonntag im Aargau: Mit einem Nein-Anteil von 62 Prozent wurde die Initiative im Kanton klar abgelehnt. Am wenigsten Unterstützung erfuhr das SVP-Anliegen in Ennetbaden, dort sagten gleich 82,5 Prozent der Stimmenden Nein. Angenommen wurde die Selbstbestimmungsinitiative nur in 25 Aargauer Gemeinden, die grösste Zustimmung lieferte Dürrenäsch mit einem Ja-Anteil von 64,6 Prozent. In zwei Gemeinden gab es an der Urne ein
Unentschieden mit jeweils 50 Prozent Ja- und Nein-Stimmen. 119 zu 119 lautete das Abstimmungsergebnis in Hallwil, 179 zu 179 in Staffelbach.

Kein einziger Bezirk nahm die Initiative an, am meisten Zustimmung gab es in Kulm mit 47,8 Prozent. Am klarsten abgelehnt wurde sie im Bezirk Baden mit einem Nein-Anteil von 67,1 Prozent. (fh)

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