Abschied
Monika Kälin: «Mit Beny Rehmann hatten wir immer de Plausch»

Musiker Housi Bracher und Sängerin Monika Kälin erinnern sich in der Sendung «TalkTäglich» an ihren langjährigen Freund Beny Rehmann. Der «Mann mit der goldenenTrompete» ist am Freitag überraschend verstorben.

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Monika Kälin erfuhr es, als sie gerade ein Tele-M1-VJ zum Tod von Udo Jürgens interviewen wollte. Da kam das SMS: Beny Rehmann ist tot. «Das war schon ein sehr grosser Schock. Ich musste mich zusammenreissen», sagt die Volksmusik-Sängerin.

Am vergangenen Freitag ist der Aargauer Musiker Beny Rehmann gestorben. Monika Kälin und Hans «Housi» Bracher sind langjährige Weggefährten des Trompeters und waren am Dienstagabend zu Gast in der Sendung «TalkTäglich» Tele M1.

Beide sind schockiert und fassungslos über den Tod ihres Freundes. «Ich kann es fast nicht fassen, dass er nicht mehr da sein sollte», sagt Hans Bracher. Der Schlagzeuger, Akkordeonist und Sägner musizierte 33 Jahre lang zusammen mit Beny Rehmann.

Monika Kälin, Sängerin, Präsidentin und Produzentin des Prix Walo, hat jahrelang mit Rehmann zusammengearbeitet und ihm 2011 den Ehren-Prix Walo überreicht. Bis heute verbindet die beiden Familien eine enge Freundschaft. Sie erinnert sich vor allem an die gmeinesamen Musikreisen.

In die Sendung mit nahm sie Fotos mit von einem gemeinsamen Auftritt auf einer Glückspost-Leserreise in Thailand: Das Ganze endete mit einer feuchtfröhlichen Polonaise im Pool – samt Kleidern.

Feuchtfröhlicher Auftritt in Thailand: Beny Rehmann unten rechts mit weisser Mütze und Trompete.

Feuchtfröhlicher Auftritt in Thailand: Beny Rehmann unten rechts mit weisser Mütze und Trompete.

Tele M1

Der erste Auftritt an Silvester 1962

Hausi Bracher erinnert sich daran, wie alles begann: «Beny kam eines Tages auf mich zu, ich war noch in der Stifti, und fragte mich, ob ich Interesse hätte, zusammen mit ihm etwas zu machen. Und ich sagte: selbstverständlich.»

Auf der Treppe des Schulhauses in Strengelbach haben die beiden zusammen mit einem Bassisten und einem Klarinettisten zum ersten Mal gemeinsam geprobt. An Silvester 1962 folgte dann der erste Auftritt.

Die beiden Talkgäste listen auf, was Rehmann alles erreicht hat: 16 Gold- und 17 Platin-Auszeichnungen, einmal Doppel-Platin – die Auszeichnung für über 100 000 verkaufte Tonträger. Bracher: «Das war damals für schweizerische Verhältnisse einfach sensationell.»

Housi Bracher erinnert sich an seinen Bühnenkollegen als einen seriösen Perfektionisten. Die Proben waren «knallhart». Bracher: «Da gab es keine Halbheiten.» Das sei auch der Erfolg seiner grossartigen Auftritte gewesen.

Beny Rehmann sei ein Pionier gewesen, sagt Housi Bracher. «Er hat etwas kombiniert, was die anderen zur damaligen Zeit noch nicht gemacht haben: Er hat Folklore mit Swing kombiniert», ergänzt Monika Kälin. «Und das gab seinem musikalischen Stil diese Note, die Beny unverkennbar gemacht hat.» (smo)