Die Aargauer Regierung gehe viel zu zögerlich um mit Asylbewerbern und sie habe es verschlafen, ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten, obwohl sich die Asylproblematik in den letzten Jahren weiter zugespitzt habe: Worte von Martin Bhend, FDP-Grossrat aus Oftringen.

Er fordert Sofortmassnahmen und dass Teile des Asylgesetzes - das eigentlich erst ab 1. Januar 2013 umgesetzt werden soll - bereits jetzt umgesetzt werden.

Ende Juni wurden in der Asylunterkunft in Oftringen 19 Personen nach einer Kontrolle der Kantonspolizei Aargau verzeigt. «Alle 19 Männer sind gemäss Polizei vorbestraft, und ihre Asylgesuche sind rechtskräftig abgewiesen worden», teilte die Polizei damals mit.

Oftringer Volksseele kocht

Der ehemalige Oftringer Gemeindeammann Martin Bhend spürt, dass die Volksseele in seinem Dorf kocht: «Ich verstehe den Unmut der Bevölkerung, wenn kriminelle Asylbewerber wenige Stunden nach einer Straftat wieder frei herumlaufen können. Sie sollen sich nicht mehr frei in der ganzen Schweiz bewegen können und weitere Straftaten verüben», sagte Martin Bhend gegenüber dem Zofinger Tagblatt.

In Oftringen würde deshalb der Ruf nach Bürgerwehren immer lauter. «Ich kenne Bürger, die sagen, sie schlafen nicht mehr ohne Waffe im Schlafzimmer», sagte Bhend. Auch Bhend wohnt nicht weit weg von der Asylunterkunft und auch in seinem Quartier wurde bereits mehrfach eingebrochen. Selbst hat er jedoch noch keine Waffe im Haus.

Damit man dieses Problem in den Griff bekommen könne, sei nicht nur der Kanton sondern auch der Bund gefragt. Laut Bhend sind mehr Polizisten nur bedingt eine Lösung, sie sollen dazu auch mehr Rechte bekommen. (cfü/ran)