CVP Aargau
Marianne Binder einstimmig als CVP-Präsidentin gewählt

Die CVP Aargau geht mit einer neuen Präsidentin und einer stark erneuerten Parteileitung in die Grossratswahlen.

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Marianne Binder ist neue Präsidentin der CVP Aargau.

Marianne Binder ist neue Präsidentin der CVP Aargau.

Sandra Ardizzone

Die Delegierten der CVP Aargau haben am Mittwochabend in Lenzburg die Badener Grossrätin Marianne Binder einstimmig und mit grossem Applaus als neue Präsidentin gewählt. Binder dankte für das Vertrauen. Sie wisse, dass sie vor einer grossen Herausforderung steht. Es sei alles andere als einfach, mit den CVP-Positionen Gehör zu bekommen. Es gelte aber, nicht nur Gutes zu tun, sondern auch darüber zu reden. Die historische Aufgabe der Partei sei keineswegs erfüllt.

Neu in die Parteileitung gewählt wurden Nationalrätin Ruth Humbel, Andreas Meier aus Klingnau sowie die Gemeindeammänner Susanne Voser (Neuenhof) und Werner Müller (Wittnau). Voser und Müller sind neu auch Vizepräsidenten. Nicht mehr für die Parteileitung angetreten sind Christine Hehli Hidber, Ralf Bucher und Theo Voegtli. Nicole Meier und Markus Dieth bleiben in der Parteileitung, gaben aber ihr Vizepräsidium ab.

Vor den Wahlen hatte der abtretende Parteipräsident Markus Zemp Finanzdirektor Roland Brogli für erfolgreiches Regieren gedankt. Brogli tritt bekanntlich im Herbst nicht mehr an. Die CVP will den Sitz natürlich verteidigen. Bis am 29. Februar kann man der Findungskommission Nominationen melden. Die Parteileitung befasst sich dann Ende März damit, die Nomination erfolgt am 26. April.

Zum angekündigten Stellenabbau bei GE/Alstom forderte Zemp die Politik auf, diese Firma von der langfristigen Qualität des Standortes Schweiz zu überzeugen. Im Fall eines Stellenabbaus sei den Betroffenen bestmöglich zu helfen.

Peter Voser, CVP-Fraktionschef im Grossen Rat, dankte schliesslich Zemp für seine grosse Arbeit und zeigte sich froh, dass dieser in der Parteileitung bleibt, man also weiter von seiner Erfahrung profitieren könne. Die über 100 Anwesenden dankten Zemp mit einer stehenden Ovation.

Ja zur Gotthard-Vorlage

Die CVP beschloss im weiteren die Parolen für den 28. Februar. Sie unterstützt die eigene Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe mit 104 Ja bei zwei Enthaltungen. Ja sagt sie mit 79 : 15 zur zweiten Gotthardröhre. Eine klare Absage erteilt sie der SVP-Durchsetzungs- und der Spekulationsstop-Initiative. Nein sagt sie zur kantonalen Initiative gegen das «Tanzverbot». (MKU)Kommentar Meinungsseite

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