Altersvorsorge
Linke gespalten: «Rentenreform geht uns zu wenig weit»

Drei Genossinnen diskutierten mit SP-Ständerat Paul Rechsteiner und alt FDP-Ständerätin Christine Egerszegi

Nicola Imfeld
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Linke gespalten: «Rentenreform geht uns zu wenig weit»
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Regina Rahmen
Nora Hunziker

Linke gespalten: «Rentenreform geht uns zu wenig weit»

Die Volksabstimmung am 24. September über die Rentenreform 2020 ist die wichtigste Vorlage des Jahres. Über die Zukunft der Altersvorsorge wird im Kanton Aargau schon heftig debattiert. Die Bürgerlichen bekämpfen die Vorlage. Der Aargauer SVP-Nationalrat Maximilian Reimann (75) nennt auf Anfrage sein Hauptargument. Er befürchtet, dass mit dem Ausbau der AHV um 70 Franken pro Monat zwei Klassen geschaffen werden. «Die heutigen Rentner erhalten von der AHV keinen zusätzlichen Franken und haben wegen der Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes weniger Geld im Portemonnaie als bisher.»

Der Bundesrat befürwortet zusammen mit der Linken und den Mitteparteien die Rentenreform. Auch der Dachverband der Aargauer Gewerkschaften «Arbeit Aargau» mit ihrer Präsidentin Irène Kälin (Grüne) unterstützt die Vorlage. An einer Podiumsdiskussion von «Arbeit Aargau» am Donnerstagabend sorgten diese drei Eckpfeiler der Reform für Gesprächsstoff:

  • Der Umwandlungssatz der Pensionskassen wird von heute 6,8 Prozent auf 6 Prozent gesenkt.
  • Neurentner erhalten pro Monat 70 Franken mehr AHV-Rente, Ehepaare 140 Franken.
  • Das Rentenalter der Frauen erhöht sich auf 65

Einigen politisch Gleichgesinnten geht die Vorlage jedoch zu wenig weit. Drei Genossinnen diskutierten mit SP-Ständerat Paul Rechsteiner und der Aargauer alt FDP-Ständerätin Christine Egerszegi im Kultur und Kongresshaus in Aarau über Sinn und Unsinn der Reform.

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