Zofingen
Kiffender Headliner, nackte Haut, dröhnende Bässe: Heitere Open Air ist eröffnet

Mit einem überzeugenden musikalischen Einstieg wurde das Heitere Open Air eröffnet. Und in Sachen Wetter war alles halb so schlimm.

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Kopie von Heitere Open Air 2017 (12.08)
62 Bilder
Sängerin Stefanie Kloss.
Es war nicht Silbermonds erster Auftritt am Heitere.
Mark Forster hatte das Publikum sofort im Sack.
Die Fans klatschen begeistert.
Vintage Trouble zeigte einen akrobatischen Auftritt.
Gut in Form, der Kerl.
Was für eine Stimmung am Silbermond-Konzert.
Auch der Auftritt von Dabu Fantastic begeisterte die Menge.
Glück gehabt: Er hat ein Shirt von Dabu Fantastic ergattert.
Nähe zum Publikum gesucht: Dabu Fantastic.
Dabu Fantastic.
Dabu Fantastic.
Frank Turner & the Sleeping Souls lancierten ein Riesenfest vor der Parkbühne.
Rival Sons überzeugten mit sattem Rock und Blues.
Rival Sons.
Begeisterung pur.
Die Menge jubelt.
Wiz Khalifa war am Freitag der Hauptakt an der Eröffnung des Heitere Open Airs 2017.
Der US-Rapper zeigte eine grosse Hip-Hop-Show.
Clean Bandit überzeugten mit Frauenpower.
Die Elektropopband kommt aus Grossbritannien.
Züri West mit Kuno Lauener spielten Altbekanntes, aber auch neue Songs vom aktuellen Album.
Marc Amacher & Band gaben alles.
Vor Jain ging das Publikum in die Knie.
Das sah dann so aus.
Auch für die Kleinen gibts die volle Ladung Musik – nur mit Gehörschutz.
In Sachen Styling kann diesen Jungs kaum jemand etwas vormachen.
Mit Bier bewaffnet verkürzt sich das Warten auf Wiz Khalifa.
Dem Zeltplatz hat der Regen zugesetzt, der Laune jedoch nicht.
Bekam am Schlagerabend am Donnerstag nicht nur Applaus: Schlagerprinzessin Beatrice Egli.
Bei der Ankündigung der Schwyzerin buhten einige Zuschauer.
Bei den meisten Fans löste sie jedoch helle Begeisterung aus.
Die Headlinerin des Volksschlager-Abends: Beatrice Egli.
Moderierte die Schlagerparty: SRF-Sport-Mann Sascha Ruefer.
Beendeten den Abend fulminant: die Schürzenjäger.
Laaa...
... Olaaa!
Auch die Dorfrocker machten mächtig Stimmung.
Spontan: Sänger Tobias tanzt mit einer Dame aus dem Publikum.
Die Dorfrocker: deutscher Besuch am Heitere in Zofingen.
Die Calimeros zeigten Altbewährtes.
Schluneggers Heimweh.
Dr. Eidgenoss war dank seines markanten Bartes ein Hingucker.
Er heizte nicht nur mit seinem Schwyzerörgeli ein.
Hannah zeigte sich patriotisch...
... und präsentierte ihre extravaganten Schuhe.
Mitch Keller.
Schlechtes Wetter? Macht diesen Fans nichts aus.
Der Heiternplatz wurde einmal mehr zur Open-Air-Festhütte.
Tags zuvor: Stiller Has, eine Klasse für sich – Endo gut, alles gut.
Roger Hodgson ist nicht nur ein grossartiger Musiker, sondern auch eine Frohnatur.
Philipp Fankhauser, der «Regenmacher»: Bei seinem Auftritt am Mittwoch regnet es in Strömen.
 Begeisterte Zuschauer am «Super Tuesday» mit dem kanadischen Rockstar Bryan Adams auf der Bühne des Zofinger Heitere.
 Bryan Adams heizte den Zuschauern mächtig ein.
 Spätestens bei «Summer Of ’69» singt jeder mit.
 Das Aufwärmprogramm für Bryan Adams bestritt der Soulsänger Seven.
Er und seine Band sind gut gelaunt.
 Das Publikum grundsätzlich auch, doch sind die meisten klar wegen Bryan Adams da.
 Der soulige Funk von Seven ist ein guter Soundteppich für einen lauen Sommerabend am See, viele seiner Lieder jedenfalls.
 Somit kommt nur selten echt Stimmung auf.
 Soulsänger Seven.

Kopie von Heitere Open Air 2017 (12.08)

Andre Albrecht

Einen perfekten Festivalstart bot eine Band, von der man noch viel hören wird. Yokko werden oft mit Archive verglichen, und der Vergleich hat schon was. Das Tempo ist oft im unteren Bereich, basslastig, melancholisch-schöne Melodien und über allem thront Adrian Erni. Der Mann ist gesegnet mit einer wunderbaren Stimme, die ein erstaunliches Spektrum abdeckt und nie auch nur einen Millimeter neben der Spur liegt. Leadgitarrist Philipp Treyer erinnert mit seinen melodiösen Hooks immer wieder an The Edge von U2, Schlagzeuger Schüpbach groovt auf seinem spartanischen Drumkit ohne Ende und Bassist Tröhler begeistert mit einer Spielfreude, die ihresgleichen sucht.

Jung, erfrischend, sympathisch – Jain kann und will sich niemand entziehen. Es ist die Kombination aus Unbeschwertheit, musikalischem Talent und Können, die die Toulouserin gekonnt paart und transportiert. Sie spielt mit den Zuhörern und diese tanzen ganz nach ihrer Pfeife. Hüpfen, in der Hocke verweilen – Jain machts vor und alle machen mit, auch beim Versuch mitzusingen. Ein Leichtes eigentlich, denn die Hits wie «Come», «Makeba» sowie auch die anderen Songs der 25-Jährigen sind eingängig, aber nicht monoton. Sie vermischt ihre multikulturell gefärbten Erfahrungen sowie diejenigen einer globalisierten Musikwelt zu einem exotischen Sound. Überraschungsmomente bleiben bei der Sängerin und Multiinstrumentalistin zwar aus, doch Jain liefert Electropop, der ankommt.

Kiffender Headliner

In der ersten Reihe ist die Party schon im Gange, bevor Wiz Khalifa auch nur die Bühne betreten hat. Als er dann kommt, geht das Gekreische los. Mit dem tätowierten Hanfblatt neben dem Auge, einem «Legalize it»-Shirt und einem Joint in der Hand outet sich der Amerikaner als leidenschaftlicher Kiffer. Er ist gekommen, um Party zu machen. Wiz fordert die Leute auf, vor der Bühne kreisförmig auseinanderzugehen, um dann wie wild wieder aufeinander loszurennen. Die Musik ist sehr basslastig – man könnte sagen ohrenbetäubend. Als auf einmal «Smells Like Teen Spirit» (im Original von Nirvana) erklingt, flippen die Fans aus. Oder ist es, weil Wiz Khalifa sein Shirt ausgezogen hat? Von seinen eigenen Songs kommen vor allem «Black And Yellow» und «Sucker For Pain» (aus dem Film «Suicide Squad») gut an – und natürlich der Riesenhit «See You Again», der auf Youtube über 3 Milliarden Klicks verzeichnet.

Heitere-Stärne

Da freut sich die Heitere-Reporterin über die Printausgaben, die das ZT-Team in den vergangenen Tagen über die Heitere-Woche produziert hat und nimmt gleich mal ein paar Ausgaben mit. Noch unterwegs aufs Gelände, wird sie von einer jungen Frau angesprochen: «Darf ich so eine Ausgabe haben?» Die Reporterin freut sich: «Ja, klar, noch so gerne, wenn Du Dich für unsere Berichte interessiert.» Da antwortet die Frau: «Nein, eigentlich nicht, meine Schuhe sind so nass und ich würde sie gerne mit dem Papier ausstopfen.» Sie hat die Zeitung nicht gekriegt. (mec)

- Nicht rot ist die Farbe der Liebe, sondern knallig gelb, grün und orange. Jedenfalls auf dem Heitern. Die Neon-Allzweck-Bänder signalisieren ob sie oder er «Vergeben», «Single» oder «Offen für alles» ist. Gestern animierte die Band Züri West, sein Herz zu verschenken. Für wen wohl schlagen die Herzen derjenigen mit einem eigens kreierten dreifarbigen Band? (egu)

- Der wummernde und dröhnende Bass bei Wiz Khalifas Auftritt war Fluch und Segen zu gleich. Während man einerseits das Gefühl hatte, der Bass erschüttere Knochen und Mark, hatte man komischerweise auch das Gefühl, dass es sich anfühlte wie eine wohltuende Rückenmassage.

Auf der Parkbühne wird anschliessend ein Gegenprogramm gestartet. Electropop von der britischen Band Clean Bandit regt die Menge zum Tanzen an. Im Vordergrund stehen vor allem stimmkräftige Damen, die Herren an den Instrumenten scheinen etwas schüchtern zu sein. Gemeinsam bieten sie Partysound auf eine ganz andere Art, als es zuvor auf der Lindenbühne der Fall war. Zugänglicher, aber auch um einiges harmloser. Die Leute flippen nicht gerade aus, haben aber Spass an den Songs, die durch ihre guten Chartplatzierungen bekannt sind. Bei «Symphony», bekannt durch die Stimme von Zara Larsson, singen vor allem die Mädchen im Publikum lauthals mit. Weiter geht es mit Züri West und Raf Camora & Bonez MC. Auch danach ist die Party noch lange nicht zu Ende. (schwe/lej/egu/mec)

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