Unfälle

Junglenker mit PS-starken Autos bauen immer wieder Unfälle

Kaum haben sie die Autoprüfung absolviert, schon sitzen ganz junge Lenker oft hinter dem Steuer von Autos, die nicht selten zwischen 400 und 600 PS aufweisen. Allein in den vergangenen Monaten ereigneten sich im Aargau zahlreiche Unfälle, bei denen Junglenker die Kontrolle über ihre leistungsstarke Fahrzeuge verloren.

Bild 1: Holziken

Am 2. Februar 2020, einem Sonntagabend, verlor ein 20-jähriger Automobilist in Holziken bei Abbiegen die Herrschaft über seinen Wagen. Aus dem Stand müsse er dabei übermässigt beschleunigt haben – zu diesem Schluss kam die Polizei. Der Audi S5 des Mannes schleuderte quer über die nasse Strasse, durchbrach einen Zaun und kam erst im Garten eines Wohnhauses zum Stillstand. Der junge Lenker und seine Beifahrerin blieben unverletzt.

Bild 2: Oftringen

Ein 22-jähriger Neulenker verlor am Sonntag, 17. November 2019, in einem Kreisel in Oftringen die Herrschaft über sein Auto. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann den Audi RS3 derart beschleunigt, dass dieser schleudernd gegen das Geländer der dortigen Fussgängerunterführung prallte. Der Aufprall war so wuchtig, dass das Eisengeländer aus der Verankerung gerissen wurde. Die Polizei nahm den Unfallverursacher fest.

Bild 3: Lenzburg

Ein 19-Jähriger verunfallte am Freitag, 18. Oktober 2019, auf der A1 bei Lenzburg. Der Neulenker verlor die Herrschaft über seinen Audi R8, prallte gegen die Randleitplanke und drehte sich in der Folge mehrfach. Der junge Mann blieb unverletzt. Er hatte den Führerschein erst wenige Monate vorher erworben. Die Polizei nahm den Lenker vorübergehend fest. Der Sachschaden betrug zirka 80000 Franken.

Bild 4: Rupperswil

Am Sonntagnachmittag, 13. Oktober 2019, verlor ein 23-jähriger Lenker in Rupperswil die Kontrolle über sein Fahrzeug – einen BMW M6. Das Heck des Autos brach aus, woraufhin das Auto in der Industriestrasse mit der Wand eines Fabrikgebäudes kollidierte. Der Lenker und sein Beifahrer blieben unverletzt. Die Polizei nahm dem Neulenker den Führerausweis auf Probe vorläufig ab. Der Sachschaden betrug gegen 100'000 Franken.

Bild 5: Rheinfelden

Am Mittwochmorgen, 28. August 2019, geriet ein 24-jähriger Lenker in Rheinfelden am Steuer seines BMWs ins Schleudern. Er kam von der Fahrbahn ab, kollidierte in der Folge mit einem Strassenschild und einem Baum und prallte schlussendlich gegen den Zaun der Sportanlage Schiffacker. Der Lenker erlitt beim Unfall leichte Verletzungen und wurde durch eine Ambulanz ins Spital gebracht.

Kein Bild: Strengelbach

Am Montagnachmittag, 2. Dezember 2019, verursachte ein 18-jähriger Neulenker eine Kollision auf der A2. Auf der Höhe des Gemeindegebietes Strengelbach verlor der Mann die Herrschaft über seinen BMW M5, worauf dieser in ein anderes Fahrzeug prallte. Das touchierte Auto, in dem drei Personen sassen, geriet in die Randleitplanke. Alle Beteiligten blieben beim Unfall unverletzt.

Kein Bild: Suhr

Kein Unfall, aber mutmasslich ein Rennen gab es am 6. Juli 2019 auf einer Strecke im Ausserortsbereich zwischen Suhr und Hunzenschwil. An jenem Sonntagabend erfasste die Kantonspolizei bei einer Geschwindigkeitskontrolle fast zeitgleich zwei Autos: Ein 20-jähriger Neulenker fuhr mit seinem Audi 145 km/h schnell, der unmittelbar hinter ihm fahrende 22-jährige Lenker eines BMWs fuhr gemäss Lasermess- gerät 156 km/h schnell. Auf dieser Ausserortsstrecke gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen (je 59km/h und 69km/h zu schnell) erfüllten den Tatbestand des Rasergesetzesartikels. Die beiden Autos wurden beschlagnahmt, die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet.

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