Gallati: «Für eine Entwarnung in den Spitälern ist es zu früh»

Der Aargauer Gesundheitsdirektor sagt im «TalkTäglich», auch ihn hätte das Coronavirus erwischen können.

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Pandemie An einem langen Tisch sassen sich Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati und Moderator Rolf Cavalli beim «TalkTäglich» im Studio von TeleM1 gegenüber. «Auch ich hatte am Anfang Mühe, die vorgegebene Distanz von 2 Metern zu anderen Menschen einzuhalten», räumte der Regierungsrat ein. Am 13. März stand er bei einer Medienkonferenz neben Polizeikommandant Michael Leupold, der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Damals war Leupold laut Gallati noch nicht infiziert, zudem sei die Abstandsregel noch fix vorgeschrieben gewesen. «Aber es hätte auch mich erwischen können», so der Gesundheitsdirektor, dessen Regierungskollegen Markus Dieth und Urs Hofmann an Covid-19 leiden.

Gallati sagte weiter, er fühle sich gesund, allerdings könne niemand sicher wissen, ob er nicht mit dem Coronavirus infiziert sei. «Wenn man jetzt keine Symptome hat und einen Test macht, wird dieser mit grosser Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen, trotzdem können Sie schon angesteckt sein.»

Vor zehn Tagen hatte Gallati vor den Medien davor gewarnt, die Aargauer Spitäler könnten bei einer Coronawelle überlastet werden. Derzeit sind 25 der total 100 Beatmungsplätze mit Patienten belegt, die Zahl der Erkrankten stieg zuletzt im Aargau eher moderat. «Wenn sich die Kurve so weiter entwickelt, wird das Worst-Case-Szenario nicht eintreten», sagte Gallati. Allerdings sei es für eine Entwarnung noch zu früh, er wolle keine Prognose wagen. (fh)