Studentenaustausch

Fachhochschule musste mit 65 Universitäten neue Verträge verhandeln

65 europäische Universitäten stehen nun den Studierenden der Hochschule für Wirtschaft trotz Erasmus-Kündigung offen. (Archivbild)

65 europäische Universitäten stehen nun den Studierenden der Hochschule für Wirtschaft trotz Erasmus-Kündigung offen. (Archivbild)

Trotz der Kündigung des Erasmus-Programmes stehen den Studierenden der Hochschule für Wirtschaft FHNW 65 europäische Universitäten offen.

Nach der Abstimmung vom 9. Februar 2014 und der Kündigung des Erasmus-Vertrags war das Austauschprogramm für Studierende der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im europäischen Raum akut gefährdet. Es gab nur eine Möglichkeit: Die Hochschule musste mit jeder Universität in Europa, die für einen Austausch infrage kam, einzeln neue, speziell für die FHNW zugeschnittene Verträge aushandeln. Unter der Regie von Prof. Robert Buttery, Head of International Relations, gelang das überaus gut: 65 europäische Universitäten stehen nun den Studierenden der Hochschule für Wirtschaft trotz Erasmus-Kündigung offen.

Spanien vor Finnland

«Wir haben in zahllosen Gesprächen mit unseren Partnern im europäischen Raum bilaterale Verträge ausgehandelt, um unseren Studierenden möglichst viele Optionen zu bieten», sagt Buttery.

Die Austauschsemester sind beliebt. 159 Studierende der Hochschule für Wirtschaft werden das Herbstsemester an einer der weltweit 160 Partneruniversitäten absolvieren. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die beliebtesten Destinationen sind Universitäten in Spanien, Finnland und Frankreich. Auf den weiteren Plätzen folgen China, Schweden und Südkorea. Infolge eines starken Überhangs von Schweizer Studierenden, die in den USA oder in Kanada ein Austauschsemester verbringen möchten, wurden dieses Jahr die Möglichkeiten in diesen beiden Ländern eingeschränkt. Nur wer Spitzenleistungen erbringt, erhielt einen der wenigen und sehr begehrten gebührenfreien Studienplätze. Vom Standort Brugg-Windisch reisen 59 Studierende ins Ausland.

FHNW im Ausland begehrt

Aber auch umgekehrt verzeichnet die Hochschule für Wirtschaft einen Anstieg von Studierenden aus dem Ausland, die ein Semester in Brugg-Windisch, Basel oder Olten verbringen möchten. Das freut Professor Buttery: «Wir begrüssen diesen Trend.» Denn ausländische Austauschstudierende ermöglichten auch für die Studierenden vor Ort wertvolle Erfahrungen, sei es, um Netzwerke aufzubauen, sei es, um andere Kulturen kennen zu lernen.

Und was für die Hochschule für Wirtschaft gilt, gilt ebenso für alle anderen Hochschulbereiche der FHNW: Jeder Bereich muss für sich mit jeder infrage kommenden Universität einen möglichen Austausch einzeln neu verhandeln und regeln. «Eine anspruchsvolle und zeitintensive Arbeit, bestätigt Thomas Langholz, Leiter Kommunikation der Fachhochschule.

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