Leserwandern: 17. Etappe

Durch den Rheinfelderberg: Vorbei an offenherzigen Skulpturen und geschlossenen WC-Häuschen

Die 17. Etappe führte die Leserwanderer durch ein Eichenwaldreservat von Kaiseraugst nach Rheinfelden.

Die 17. Etappe war eine Wanderung im Grenzgebiet von Aargau und Baselland. 148 Wanderer marschierten von Kaiseraugst nach Rheinfelden. Und zwar mit einem Wanderleiter, der perfekt zu der Tour passte: Walter Jäggi arbeitet zwar für die Aargauer Wanderwege, stammt aber – sein Dialekt verriet es – aus dem Baselbiet.

Am ersten Aufstieg Richtung Olsberg zierten verschiedene Holzskulpturen den Waldweg. Besonders den Herren sprang ein Kunstwerk ins Auge, bei dem es sich unverkennbar um eine Frau handelt. Ein Leserwanderer erklärte: «Die Frau wurde aus dem Stamm eines Nussbaumes geschnitzt. Dort, wo die Brustwarzen angebracht sind, wuchsen zwei Äste aus dem Stamm.»

Er setzt sich überall für bestmögliche Rahmenbedingungen für das Fricktal ein: GLP-Grossrat Roland Agustoni (Rheinfelden). So war es für ihn Ehrensache, am Leserwandern im Fricktal teilzunehmen. Dabei stellte er fest, dass es trotz einer Operation am linken Knie vor fünf Monaten schon ganz gut geht.

Er hat mitgekämpft für das Eichenwaldreservat in Rheinfelden: der grüne Grossrat Robert Obrist (Schinznach). Deshalb ist er zum Wandern ins Fricktal gekommen. Wobei er schmunzelnd gestehen musste, dass er zuvor noch nie in diesem Eichenwald war. Die Wanderung hat jetzt gezeigt: Dieser Kampf hat sich gelohnt.

Einmal mehr trafen sich beim Leserwandern auch alte Bekannte wieder: Die Baselbieter Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer traf auf ihren Parteikollegen, den Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann. Die beiden Sozialdemokraten politisierten während Jahren gemeinsam im Nationalrat. «Urs Hofmann ist im Übrigen nicht nur ein ehemaliger Fraktionskollege», sagte Leutenegger Oberholzer, «sondern ein sehr guter Kollege!»

Eher unschön begann die Wanderung für jene Teilnehmer, die vor dem Start am Bahnhof Kaiseraugst gerne noch die Toilette aufgesucht hätten: Sämtliche WC-Häuschen waren geschlossen. Immer wieder kämpfe sie mit diesem Problem, sagte eine Wanderin aus Aarau. «Und wenn ich jetzt schon einmal die Gelegenheit habe, will ich in der Zeitung gleich einen Aufruf an die Bahn starten: Gebt die Toiletten frei!» (mku/dka/sva)

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