Oftringen

Drei Einbrüche an einem Wochenende – hier dringen Einbrecher in Häuser ein

Am Wochenende wurden in Oftringen drei Einbrüche verübt. (Symbolbild)

Am Wochenende wurden in Oftringen drei Einbrüche verübt. (Symbolbild)

In Oftringen kam es am letzten Wochenende zu drei Einbruchdiebstählen. Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau erklärt, wo die Kriminellen in die Häuser eindringen – was Sie sonst noch wissen sollen.

Die unverschlossene Hintertür eines Einfamilienhauses in Oftringen war für einen Einbrecher am letzten Freitagabend ein Geschenk, das er dankend annahm. Bei dieser Straftat blieb es am vergangenen Wochenende aber nicht, insgesamt ereigneten sich vier Einbrüche im Bezirk Zofingen. Daneben musste die Kantonspolizei Aargau auch im Bezirk Baden wegen zahlreichen Einbruchdiebstählen ausrücken.

Im Bezirk Zofingen waren die Einbrecher konkret in Oftringen und Safenwil aktiv, wie Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, auf Anfrage sagt. «Am frühen Freitagabend letzte Woche suchten Einbrecher zwei Mehrfamilienhauswohnungen sowie ein Einfamilienhaus in Oftringen heim.»

Während es zweimal beim Versuch geblieben sei, erbeuteten die Täter in einer der Wohnungen Schmuck. «Passend zur Jahreszeit ebenfalls in den frühen Abendstunden brach eine unbekannte Täterschaft dann am vergangenen Samstag noch in ein Einfamilienhaus in Safenwil ein.» Ob zwischen den Taten ein Zusammenhang bestehe, sei noch unklar.

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Laut Graser ist die Lage der Tatorte zweifellos mit der Nähe zur Autobahn zu begründen. «Die kurze Distanz zu A1 und A2 sowie zur Kantonsgrenze machten den Bezirk Zofingen – namentlich die Gemeinden Oftringen, Aarburg, Rothrist und Zofingen – schon immer attraktiv für Einbrecher. Dazu kommt, dass diese dicht besiedelte Agglomeration eine Vielzahl an geeigneten Einbruchsobjekten bietet.»

Einen Fernseher zu klauen ist zu viel Aufwand

Gleich geblieben sind auch die Methoden der Einbrecher. Sie wählen den Weg des geringsten Widerstands. «Dieser liegt darin, zuerst einmal zu prüfen, ob die Türen verschlossen sind. Neben unverschlossenen Hintertüren wie in Oftringen vereinfachen auch schräg gestellte Fenster die Arbeit der Kriminellen.»

Müsse Gewalt angewendet werden, würden Terrassenfenster aufgewuchtet oder Scheiben eingeschlagen. «Immer wieder stellen wir auch fest, dass Einbrecher mit einem Schraubenzieher in die Fensterdichtung stechen, das Glas zum Bersten bringen und dann hineingreifen und den Griff drehen», sagt Graser. Nächtliche Einbrüche – Stichwort Fensterbohrer – würden im Wohnbereich zum Glück die Ausnahme bilden.

Die Einbrecher haben es bei ihren Beutezügen vor allem auf Bargeld, Schmuck und sonstige Wertsachen abgesehen, die sich einfach zu Geld machen lassen. Grossen Aufwand meiden Einbrecher hingegen und transportieren somit auch keine Fernseher und dergleichen ab.

«Ein Augenmerk muss allerdings auf teure Fahrräder gelegt werden, wie sie immer wieder aus Tiefgaragen und Kellerabteilen von Mehrfamilienhäusern gestohlen werden», so Graser. Das Gleiche gelte für teure Felgen, die gerade im Bezirk Zofingen regelmässig aus Sammelgaragen entwendet würden. «Diese Straftaten tragen die Handschrift spezialisierter Diebe, welche auch entsprechende Absatzkanäle haben», erklärt Graser.

Die Zahl der Einbrüche ist rückläufig

Wichtig ist dem Kantonspolizisten zu betonen, dass jeder Einbruch einer zu viel ist. «Und dennoch sind die Zahlen entgegen der landläufigen Meinung stark im Sinken begriffen. Lag die Zahl der Einbrüche im Jahr 1990 bei rund 4500 Delikten, waren es 2018 noch rund 1500. Für vergangenes Jahr verzeichnen wir abermals einen Rückgang», so Graser. Die genauen Zahlen wird die Kantonspolizei im März veröffentlichen, wenn die Kriminalstatistik vorliegt.

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