Wildschweinplage
Beschwerde hindert Jagdverein Viola an der Jagd auf Wildschweine

Anfang Juli erhielt der Jagdverein Viola die Pacht für die Reviere Olsberg-Nord und Rheinfelden-West. Doch die Jäger müssen sich gedulden, bevor sie Wildschweine jagen dürfen. Die Beschwerde eines Mitbewerbers hindert sie vorerst daran.

Manuel Bühlmann
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Wildschweine gelten als clever, weshalb die Jagd eine Herausforderung ist.

Wildschweine gelten als clever, weshalb die Jagd eine Herausforderung ist.

KEYSTONE

Die Wildschweinjagd in den Revieren Olsberg-Nord und Rheinfelden-West im unteren Fricktal sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Im März hatte die kantonale Jagdverwaltung beschlossen, die Jagdgesellschaft Berg finanziell für die Wildschweinschäden zu belangen, weil diese ihren Verpflichtungen nicht ausreichend nachgekommen sei. Die Jagdgesellschaft Berg gab in der Folge ihre Auflösung bekannt. Die Pacht für die beiden Reviere vergab der Kanton vor rund einem Monat an den Jagdverein Viola mit sechs Pächtern.

Die Jagdgesellschaft hatte sich bei der Ausschreibung der Neuverpachtung gegen zwei (Revier Olsberg-Nord) beziehungsweise fünf Bewerber (Revier Rheinfelden-West) durchgesetzt. Wie die Neue Fricktaler Zeitung schreibt, ist gegen die Vergabe eine Beschwerde eines Mitbewerbers eingegangen. Deshalb können die Viola-Jäger ihre Arbeit vorderhand nicht aufnehmen.

«Das ist eine ungünstige Situation für den Kanton», sagt der Aargauer Jagdverwalter Thomas Stucki. «Unser Ziel ist es, die Reviere möglichst schnell wieder zu verpachten.» Er könne nicht abschätzen, wie lange es bis zum Entscheid der Beschwerdeinstanz dauere. Der Kanton müsse nun schauen, wie die Jagd bis dahin sicher gestellt werden könne. «Denn nun muss dort gejagt werden.»

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