Aargauer Unternehmenspreis
Auszeichnung für innovative Aargauer Firmen

Am 7. Aargauer Wirtschaftstag im Tägerhard Wettingen wurden drei Firmen mit dem Aargauer Unternehmenspreis ausgezeichnet. Gewinner der Auszeichnung sind die Zofinger portanatura AG, die Jehle AG in Etzgen und die Chestonag Autoamtion AG aus Seengen.

Mathias Küng
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V. l.: AKB-CEO Rudolf Dellenbach mit den Hauptpreisträgern Ulrich Jehle (Jehle AG), Priska Roth (portanatura GmbH), Markus Möhl (Chestonag Automation AG) sowie AGV-Präsident Kurt Schmid.

V. l.: AKB-CEO Rudolf Dellenbach mit den Hauptpreisträgern Ulrich Jehle (Jehle AG), Priska Roth (portanatura GmbH), Markus Möhl (Chestonag Automation AG) sowie AGV-Präsident Kurt Schmid.

Emanuel Freudiger

Die Gastgeber des 7. Aargauer Wirtschaftstages im Tägerhard in Wettingen, der Präsident des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV), Kurt Schmid, und Rudolf Dellenbach, CEO der Aargauischen Kantonalbank (AKB), konnten sich erneut über den enormen Aufmarsch von rund 500 Gästen freuen. Unter ihnen Grossratspräsidentin Kathrin Scholl und Vizepräsidentin Vreni Friker, Landstatthalter Alex Hürzeler, die Regierungsräte Roland Brogli und Urs Hofmann sowie die Nationalräte Sylvia Flückiger, Hansjörg Knecht, Ruth Humbel, Hans Killer und der neue FDP-Präsident Philipp Müller.

Mehr Markt im Gesundheitswesen

Gastreferent Urs Meister vom Thinktank Avenir Suisse sprach über «Mehr Wettbewerb bei der Spitalversorgung». Er verwies auf Kritik der OECD an vielschichtiger Ineffizienz und geringen Fallzahlen in vielen Spitälern in der Schweiz. Was tun? Die neue Spitalfinanzierung sei ein erster Schritt Richtung mehr Markt, lobte er. Sie bringe höhere Qualitätstransparenz und höhere Patientenmobilität, was eigentlich zu mehr Wettbewerb und Strukturbereinigungen führen sollte. Die Kantone kritisierte er, weil sie in der Spitalplanung zum Teil sehr extensiv planen, zum Teil noch Subventionen geben - gerade für öffentliche Spitäler.

Dadurch werde der Wettbewerb «noch zusätzlich behindert». Er empfiehlt den Kantonen, die meist Spitaleigner sind und gleichzeitig über Spitallisten entscheiden, Interessen zu entflechten und die Spitalplanung aufzuheben. Für Letztere gebe es keinen Grund mehr. Er sähe durchaus auch eine nationale Regulierung wie beim Strom. Eine Privatisierung der öffentlichen Spitäler würde seines Erachtens zu einer Entflechtung führen und ein Beihilfegesetz verzerrende Subventionen verhindern.

Reverenz an Joachim Gauck

Zum Auftakt der Unternehmenspreisverleihung erwies AKB-CEO Rudolf Dellenbach in einer kurzen Ansprache dem neuen deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck die Reverenz. Er hatte Gauck kurz vor dessen Wahl im Trafo in Baden gehört und war tief beeindruckt von Gaucks Bescheidenheit und Bodenhaftung. Das zeichne auch Unternehmer aus. Lobend hob er den erneut vom Aargau erreichten dritten Rang im Standortqualitätsranking der Kantone hervor und verwies darauf, dass die AKB ihren Fonds zur Finanzierung von Start-ups auf 10 Millionen Franken aufgestockt habe.

Überleitend zur Preisverleihung beteuerte er, die Jury habe in der Endauswahl wahrhaft keine leichte Aufgabe gehabt. Dellenbach: «Gut sind sie alle, aber gewinnen kann pro Kategorie nur einer.» Besonders ehrte Dellenbach den Unternehmer Thomas Lüpold, der von Anfang an in der Jury war und jetzt aufhört. Lüpold erntete grossen Applaus.

39 000 Franken Preisgelder

AKB-Kommunikationschefin Ursula Diebold moderierte in der Folge die Preisverleihung. Solche gibt es traditionell in drei Kategorien. In der Kategorie Kleinstunternehmen bis neun Mitarbeitende ging der erste Preis an den Bioladen portanatura GmbH (Zofingen). Dessen Engagement für eine natürliche Lebensweise zeichne sich durch hohe Beratungskompetenz aus, hiess es in der Laudatio. Gewinner bei den Industrie- und Produktionsunternehmen bis 250 Mitarbeitende ist die Jehle AG in Etzgen. Sie zeichnet sich durch hohe Dienstleistungsqualität aus.

Und schliesslich konnte Markus Möhl von der Chestonag Automation AG in Seengen den ersten Preis bei den Dienstleistungs- und Handelsunternehmen bis 250 Mitarbeitende entgegennehmen. Die Spezialisten dieser Firma erbringen gemäss Laudatio ein Maximum an Effizienz, Motivation und Qualität. Für sie und die Zweit- und Drittplatzierten der jeweiligen Kategorie gab es grossen Applaus - und von der AKB zur Verfügung gestellte Preisgelder: je 10 000 Franken für den ersten, je 2000 für den zweiten und je 1000 Franken für den dritten Platz. Zusammen also stattliche 39 000 Franken.

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