Corona-Virus
Ausnahmezustand auf der Isolierstation – Pflegekräfte berichten über die Situation

Im «TalkTäglich» erzählt eine Pflegefachfrau, wie sie mit der ausserordentlichen Situation umgeht. Die Leiterin des Zürcher Triemlispitals spricht darüber, wie hoch die Belastung für das Personal ist.

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Farije Ajeti arbeitet als Pflegefachfrau auf der Isolierstation im Zürcher Triemlispital und hat täglich mit Corona-Patientinnen und -Patienten zu tun. «Das ist natürlich eine Ausnahmesituation», sagte Ajeti in der Sendung «Talk Täglich» des Regionalsenders TeleZüri. Wenn sie zu den Patienten gehe, müsse sie sich komplett umhüllen. «Am Schluss sieht man nur noch meine Augen.»

Dennoch behandle sie die Corona-Infizierten menschlich nicht anders, meinte Ajeti. Es habe auch vor dem Corona-Virus schon Isolationen gegeben. Man sei also gut vorbereitet.

Erhöhte Belastung für alle Beteiligten

Alexandra Heilbronner-Haas, Leiterin «Pflege, Soziales und Therapien» im Stadtspital Triemli, sagte in der Talk-Sendung: «Wir versuchen mit den eigenen Mitarbeitern herausholen was möglich ist.» Dazu müssten Arbeitspensen erhöht werden und gelegentlich komme es auch zu Überzeiten. Derzeit sei die Belastung für das Pflegepersonal jedoch im Rahmen.

Auch für die isolierten Patienten ist die Situation alles andere als einfach. «Die Patienten haben gewisse Freiheiten, in dessen Rahmen sich auch bewegen können», räumt Heilbronner-Haas ein. Besuche sind jedoch untersagt, das Pflegepersonal ist durch die Schutzanzüge meist nur an der Stimme zu erkennen. So kämpfen die Infizierten neben den grippeähnlichen Symptomen, die für den Corona-Virus typisch sind, auch gegen Langeweile und menschliche Distanz.

Erst wenn keine Virenaktivität mehr festgestellt werde und damit eine Ansteckungsgefahr ausgeschlossen sei, sagt Heilbronner-Haas, würden die Patienten nach Hause geschickt.