Hitze

Aargauer Orte sind unter den heissesten der Schweiz

Leibstadt gehört zu den heissesten Gemeinden.

Schon seit Beginn des Sommers erscheinen einige Aargauer Gemeinden immer wieder in den Top-10-Listen der wärmsten Orte des Landes. Teils ist es im Aargau sogar wärmer als im Tessin. Woran das liegt, erklärt ein Meteorologe.

Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad und Nächte, die kaum Erfrischung bringen – in einigen Aargauer Gemeinden herrschen momentan die schweizweit heissesten Temperaturen. Das zeigen Auswertungen von «Meteonews». Der Wetterdienst veröffentlicht Ranglisten mit den Höchsttemperaturen aus Schweizer Ortschaften. Seit Juli sind in dieser Hitzeliste einige Aargauer Gemeinden immer dabei. Bereits am 1. Juli belegte Möhlin Platz 9 mit 30.8 Grad – im Fricktaler Dorf herrschten damit dieselben Temperaturen wie in Stabio.

Tiefe Lage, hohe Temperaturen

Hitze-Höhepunkt war der 1. August. Beznau und Leibstadt waren schweizweit auf den Plätzen 1 und 2, dort zeigte das Thermometer bis zu 37.5 Grad. Auch am Samstag konnten sich die Aargauer noch zu den «heissesten» zählen, doch am Sonntag büssten die Gemeinden ihre Spitzenplätze ein. Mit Temperaturen zwischen 34.5 und 34.7 Grad waren Aarau, Beznau und Leibstadt aber immer noch unter den zehn wärmsten Orten der Schweiz.

Roger Perret von «Meteonews» erklärt, warum die Aargauer Gemeinden mit heissen Gegenden wie dem Tessin mithalten können: «Die grösste Rolle spielt die Höhe der Gemeinden», sagt er. Möhlin (308 m ü. M.), Leibstadt (341 m ü. M.) und Aarau (387 m ü. M.) liegen tief. «Und bei der Temperatur spielt jeder Meter eine Rolle.» Der Rhein hingegen habe keine oder nur eine sehr geringe Auswirkung auf die Temperatur. «Das Flachland ist einfach eine heisse Ecke», so Perret.

Abkühlen im Tessin

«Meteonews» führt auf seiner Website auch eine Liste mit den aktuellen Höchsttemperaturen Schweizer Ortschaften. Auch hier sind die Aargauer Gemeinden unter den schweizweit heissesten. Am Montagmorgen um halb elf führte Villmergen die Liste mit 27.9 Grad an, gefolgt von Neuenhof. Fünf Stunden später war Neuenhof mit 35.7 Grad die heisseste Gemeinde der Schweiz. In Villmergen herrschten 35 Grad – in Locarno nur ein Grad weniger. Wer sich also abkühlen will, sollte ins Tessin fahren – verkehrte Welt. (ngü)

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