Gebäudesanierung

53 Millionen für alte Häuser? Aargauer Regierung musste massive Erhöhung der Fördermittel prüfen

So hohe Beiträge, wie sie aufgrund der Grünen-Forderung zur Gebäudesanierung nötig wären, stehen dem Kanton gemäss eigener Aussage nicht zur Verfügung. (Archivbild)

So hohe Beiträge, wie sie aufgrund der Grünen-Forderung zur Gebäudesanierung nötig wären, stehen dem Kanton gemäss eigener Aussage nicht zur Verfügung. (Archivbild)

Letzten Sommer nahm der Regierungsrat die CVP-Motion zur Erhöhung der Fördermittel für energetische Gebäudesanierungen entgegen. Eine Erhöhung verstehe man als flankierende Massnahme zur Teilrevision des Energiegesetzes, zur nötigen Beschleunigung des Energie-­Absenkpfades und zur Verbesserung der Versorgungssicherheit, bestätigt Stephan Kämpfen, stellvertretender Leiter der Abteilung Energie im Departement Attiger.

Neu unterstützt der Bund auch indirekte Massnahmen mit Ergänzungsbeiträgen. Dadurch stehen neu für indirekte und direkte Massnahmen insgesamt 19,8 Millionen Franken zur Verfügung. Dies bei einer Beteiligung durch den Aargau von insgesamt 4,7 Millionen Franken.

Für die zweite Beratung des Energiegesetzes musste die Regierung laut einem Antrag der Grünen eine Erhöhung der Mittel prüfen, damit möglichst alle vor 2000 erstellten Bauten bis 2050 energetisch saniert sind und den energetischen Vorschriften von 2019 entsprechen. Dazu soll der Kanton mindestens so viel eigene Mittel einsetzen, dass sie dem Anteil der aus dem Aargau abfliessenden CO2-Abgaben entspricht. Die Regierung rechnet nun vor, dann stünden 30 bis 35 Millionen Franken zur Verfügung. Das bräuchte rund 9 Millionen Franken eigene Mittel.

Mit der grünen Forderung müssten bis 2050 rund 86'000 Gebäude energetisch erneuert werden. Mit dem heutigen durchschnittlichen Förderbetrag von 18'500 Franken pro Gebäude kann ein Teil des Gebäudes modernisiert werden. Bei gleichbleibenden Kosten pro Gebäude würde die grüne Forderung aber eine jährliche Förderung von rund 53 Millionen Franken notwendig machen. Für eine vollständige energetische Erneuerung wäre laut Regierung gar eine höhere Förderung notwendig. So hohe Beträge stünden heute aber nicht zur Verfügung. (mku)

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