Hochuli-Rücktritt
16 Bilder aus 8 bewegten Jahren – und jetzt plant Susanne Hochuli einen 1000-Kilometer-Marsch

Keine Exekutivpolitikerin im Aargau hat so polarisiert wie die Grüne Susanne Hochuli. Das lag vielleicht auch an ihrer Art und ihrem Parteibuch, vor allem aber an ihren wichtigen und schwierigen Dossiers, allen voran das Thema Asyl.

Drucken
2009: Die Grüne Susanne Hochuli wird in den Regierungsrat gewählt. Gartenarbeit diente ihr auch während ihrer Regierungszeit immer wieder als Ausgleich.
16 Bilder
Susanne Hochuli mit Pferd und Hund in ihrer Heimat an der Suhre.
2010: in ihrem zweiten Jahr als Chefin des Departementes Gesundheit und Soziales
2010: Truppenbesuch im Panzer. Ungewohnt für eine Grüne, aber selbstverständlich für eine Regierungsrätin mit Zuständigkeit Militär.
2011: Gruppenbild mit Dame. Der Gesamtregierungsrat posiert.
2011: Asyl-Aufstand in Bettwil. Ein Traktor blockiert Hochulis Fahrzeug aus Protest.
2012: Die Aargauer Gesundheitsministerin empfängt Bundesrat Alain Berset.
2012: Von Grün zu Grün: Mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf Schloss Lenzburg
2012: Susanne Hochuli ist zum ersten Mal Frau Landammann.
Alt Nationalrat Ulrich Siegrist gratuliert Frau Landammann Susanne Hochuli beim Apéro
2013: Susanne Hochuli bei sich auf dem Bauernhof mit Flüchtlingen.
2013: Hochuli wurde bald zur national bekannten Politikerin. Hier im Talk mit Roger Schawinski.
2014: Susanne Hochuli ist national bekannt. Hier am Swiss Award.
Susanne Hochuli beim grossen Interview als Landammann 2016.
2016: Hier muss sie den Safenwilern erklären, warum bei ihnen ein Asylheim eröffnet wird. Sie scheiterte schliesslich am Widerstand im Dorf.
2016: Ihr Dossier Asyl wurde von Jahr zu Jahr dominanter. Hier im TalkTäglich gegen Intimgegner Andreas Glarner.

2009: Die Grüne Susanne Hochuli wird in den Regierungsrat gewählt. Gartenarbeit diente ihr auch während ihrer Regierungszeit immer wieder als Ausgleich.

Aargauer Zeitung

«Ich will wieder freier und selbstbestimmter durchs Leben gehen», sagte Hochuli auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Entscheid sei ihr schwer gefallen.

«Meine persönliche Zukunft ist völlig offen. Aber ich habe viele Ideen im Kopf», betonte Hochuli: «Ich werde in einem Jahr einen 1000-Kilometer-Marsch an die Ostsee machen.»

Rüpelhafte Debatten kritisiert

Weil die Amtszeit bis Ende Jahr daure, sei es noch zu früh, eine politische Bilanz ihrer Regierungsarbeit zu ziehen. Hochuli stellte jedoch fest, dass sich der politische Umgangston im Aargau verschärft habe.

«Je rüpelhafter es wird, um so destruktiver ist es. Ich finde es schade, dass die Inhalte verschwinden und auf Personen fokussiert wird», sagte die grüne Regierungsrätin: «Es ist manchmal fast inhaltslos.»

Sie bedauere diese schleichende Entwicklung. «Es ist salonfähig geworden. Man ist als Politikerin oder Politiker aber gewählt, um zu versuchen, die Sache und damit den Kanton vorwärts zu bringen.»

Die Politikerin, gelernte Reittherapeutin, Bio-Bäuerin und Journalistin eckte mit ihrer oftmals direkten Art in der Politik an. Sie steht seit Beginn ihrer Amtszeit dem Gesundheitsdepartement vor. Damit ist sie im Aargau auch für die Themen Asyl und Militär verantwortlich. (az/sda)

Aktuelle Nachrichten