Zeitgeschichte

Innovationen für die ganze Schweiz: Die Weinbaupioniere aus dem Aargau haben viel bewirkt

Albert Meier aus Würenlingen forschte und entwickelte sortenreine, veredelte Rebenbestände.

Albert Meier aus Würenlingen forschte und entwickelte sortenreine, veredelte Rebenbestände.

Bruno Wetzel (Ennetbaden) und Albert Meier (Würenlingen) waren zwei prägende Figuren im Weinbau.

Weinbäuerinnen und Weinbauern sind das ganze Jahr über beschäftigt. Heuer wurde im Aargau die weisse Sorte Riesling- Sylvaner schon Ende September gelesen, teilweise auch der rote Pinot noir. Die Qualität sei sehr gut, sagte der kantonale Weinbauspezialist Urs Podzorski in der «Bauernzeitung». Auf die Weinlese folgt die Arbeit im Keller und bald wieder im Rebberg.

Dabei gingen im 20. Jahrhundert aus unserem Kanton verschiedene rebbauliche Impulse hervor. Ende der 70er-Jahre befasste sich der Ennetbadener Bruno Wetzel (1931–2012) mit der Terrassierung seines Rebbergs an der «Goldwand». Dabei liess er Rebstöcke an der Hangkante pflanzen, um mehr Platz für die teilweise maschinelle Bearbeitung zu schaffen. Eine Innovation, die in die ganze Schweiz ausstrahlte. In den Jahrzehnten zuvor setzte sich der Anbau sortenreiner, veredelter Rebenbestände durch. Deren Erforschung und Weiterentwicklung gehen zurück auf den hier abgebildeten Rebbaupionier Albert Meier (1896–1964) aus Würenlingen, der damit die Grundlage für die landesweit führende Rebschule legte. (az)

Serie Zeitgeschichte im Bild

Die Aargauer Zeitung veröffentlicht jeweils zu Monatsbeginn in Kooperation mit Zeitgeschichte Aargau eine Fotografie aus der Aargauer Geschichte seit 1945.

www.zeitgeschichte-aargau-ch

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