1. August
Hier entsteht das Aarauer 1.-August-Feuerwerk

In Erlinsbach laufen die Vorbereitungen für das Feuerwerk vom Nationalfeiertag auf Hochtouren. Sprengexperte Walter Weber ist für den kompletten Ablauf zuständig und zeigt az, wie er einen bekannten pyrotechnischen Effekt erstellt.

Marco Sansoni
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Das Feuerwerk gehört zur Bundesfeier wie das Salz zur Suppe. Viele grössere Städte geben jedes Jahr gut und gerne mehrere Tausend Franken für die pyrotechnische Erleuchtung am Nachthimmel aus. In Aarau sorgt dafür dieses Jahr schon zum dritten Mal das Restaurant Summertime für die entsprechende Stimmung am 1. August. Für den technischen Ablauf ist aber Walter Weber aus Erlinsbach zuständig. Der 47-jährige Nichtraucher («das könnte unter Umständen gefährlich werden») jagt ab 23.00 Uhr insgesamt 52.1 Kilogramm Nettoexplosivmasse in den Aarauer Himmel.

Dafür greift er für normale Effekte auf sogeannte Halbfabrikate zurück, welche in Erlinsbach nur noch zusammengebaut und dann am Abschussplatz verkabelt werden. Für spezielle Effekte baut aber auch er alles selber - dann sind sogar Buchstaben und ähnliches möglich. Für die Farbenpalette werden Metalle und Salze gemischt, Kupferverbindungen beispielsweise ergeben Grüntöne.

Umweltfreundliche Knaller

Walter Weber ist sich sicher: «Professionelle Feuerwerke sind um Längen umweltverträglicher als handelsübeliches Material für jedermann.» Der Grund ist simpel. Weber setzt bei seinen Kreationen nur auf Mörser. Diese werden mit Triebladung in die Luft geschossen. Höchstens ein bisschen Karton fliegt beim Abschuss mit. «In den normalen Raketen ist aber sowohl Holz und Plastik als auch Aluminium drin. Alles Teile, welche dann irgendwo auf der Wiese liegen», so Weber.

Beim Feuertopf (siehe Video), welcher in der grossen Ausführung auch in Aarau zum Einsatz kommen wird, fliegt sogar nichts ausser die Effekte und die Triebladung in die Luft. (san)