Zusammenschluss
Eine gemeinsame Feuerwehr für das ganze Sisslerfeld – wird die Fusion gelingen?

Am 26. November wird über das Projekt «Zusammenschluss Feuerwehr Sisslerfeld» der Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein abgestimmt. Wie stehen die Chancen auf ein Ja? Die AZ hat bei den Gemeindeammännern nachgefragt.

Nils Hinden
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Die Feuerwehr Stein soll neu zum Feuerwehrverbund Sisslerfeld dazustossen.

Die Feuerwehr Stein soll neu zum Feuerwehrverbund Sisslerfeld dazustossen.

zvg

Die Feuerwehren im Sisslerfeld sind fusionserprobt. So wäre der geplante Zusammenschluss bereits der dritte: Zuerst hatten sich die Feuerwehren Sisseln und Eiken zusammengetan. In einem weiteren Schritt kam dann 2016 Münchwilen dazu. Im Zuge dessen bekam der Verbund den neuen und heutigen Namen Sisslerfeld.

Nun soll im Rahmen einer dritten Fusionsrunde auf den 1. Januar 2023 auch noch Stein zum Verbund dazukommen. Dabei sollen Namen und Logo bestehen bleiben.

Stichtag ist der 26. November – dann laden die vier Trägergemeinden zur entscheidenden Abstimmung. Das vorgesehene Fusionsprojekt wird nur realisiert, wenn die Stimmbevölkerung in allen beteiligten Dörfern Ja sagt.

Gemeindeammann von Sisseln ist zuversichtlich

Im neuen Projekt sehen die beteiligten Gemeinden vor allem in zweierlei Hinsicht Vorteile: Einerseits sieht man grosses finanzielles Einsparpotenzial und andererseits die Möglichkeit, den zunehmenden Rekrutierungsproblemen entgegenzuwirken. Die Gemeinden sind überzeugt, dass langfristig alle Parteien von der Fusion profitieren.

Rainer Schaub, Gemeindeammann von Sisseln, sagt über die Signale aus der Bevölkerung:

«Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind mehrheitlich positiv. Viele sehen, dass der Zusammenschluss sinnvoll ist.»

So wagt Schaub eine vorsichtige Prognose: «Wir sind zuversichtlich.»
Daraufhin relativiert der Ammann seine Aussage aber etwas. «Wir können uns nicht sicher sein. Viele Faktoren beeinflussen das Abstimmungsergebnis.» Weiter müsse man die Bevölkerung aller vier Gemeinden überzeugen, wolle man Erfolg haben. Dies mache die Sache nicht einfacher.

In Eiken fallen die Reaktionen zahlreicher aus

Stefan Grunder, Gemeindeammann von Eiken, hat in Absprache mit seinen Ammann-Amtskollegen festgestellt, dass Reaktionen in Eiken häufiger sind als beispielsweise in Sisseln.

Grunder weiss auch, warum. Er sagt: «In Eiken steht ein Magazin der Feuerwehr Sisslerfeld, das in den Fusionsplänen eine Rolle spielt, in Sisseln wurde das ansässige Magazin schon länger geschlossen.»

Zu den Erfolgschancen sagt Grunder: «Ich kann Rainer Schaub beipflichten. Die Reaktion aus der Bevölkerung sind mehrheitlich positiv. Die Bevölkerung erkennt, dass der Zusammenschluss sinnvoll ist.» So hält auch er ein Pro-Fusion-Votum für wahrscheinlich.

Feuerwehrmagazin Eiken und Stein werden genutzt

Mindestens in den ersten Jahren nach dem Zusammenschluss sollen sowohl das Feuerwehrmagazin Eiken wie auch das Magazin in Stein als Stützpunkt für den Verbund genutzt werden. Das Magazin in Münchwilen, das heute noch genutzt wird, soll geschlossen werden. Diese geplante dezentrale Nutzung erfordert eine neue Aufteilung des Personals und des Materials.

Ein gemeinsames Magazin sei zwar denkbar und wünschenswert, heisst es im Informationstext. Ein solches Projekt sei aber Zukunftsmusik.

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