Wölflinswil
Sechs Kandidaten kämpfen um fünf Sitze – Giuliano Sabato will neuer Gemeindeammann werden

Der Souverän von Wölflinswil wählt am Samstag seine Exekutive. Gemeindeammann Barbara Fricker verzichtet nach zwölf Jahren im Gemeinderat auf ihre Kandidatur. Sie möchte Platz für frische Kräfte machen.

Dennis Kalt
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In Wölflinswil wird am Samstag der Gemeinderat neu gewählt.

In Wölflinswil wird am Samstag der Gemeinderat neu gewählt.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

An der Versammlungswahl von Samstag bestimmt der Wölflinswiler Souverän seinen Gemeinderat für die Legislatur 2022/25. Um die fünf Sitze buhlen sechs Kandidaten. Neben Gebi Maier, Benjamin Herzog, Hansjörg Treier und Jessica Meier (alle bisher) kandidieren Giuliano Sabato und Reto Herzog neu für das Exekutiv-Gremium.

«Eine Auswahl ist immer gut für die Bevölkerung. Zur Wahl kommen so sicher mehr Stimmbürger, als wenn es genau gleich viele Kandidaten wie Sitze gibt», sagt Gemeindeammann Barbara Fricker. Auch sei es nicht auszuschliessen, dass es während der Versammlungswahl selbst noch zu Vorschlägen für weitere Kandidaten käme.

Gemeindeammann Barbara Fricker tritt nicht mehr zur Wahl an.

Gemeindeammann Barbara Fricker tritt nicht mehr zur Wahl an.

Bild: zvg

Fricker tritt selbst nicht mehr bei den Gemeinderatswahlen an. Den Entscheid dazu habe sie im Frühjahr gefällt. Zwölf Jahre ist Fricker nun schon im Gemeinderat tätig, bei den letzten Wahlen wurde sie zum Gemeindeammann gewählt. Sie sagt:

«Ich habe das Gefühl, es ist Zeit, um frischer Energie und neuer Kraft Platz zu machen.»

Ammann-Kandidat hat Respekt vor dem Amt

Nachfolger von Fricker möchte Giuliano Sabato werden, der als Einziger für das Ammann-Amt kandidiert. Der 55-Jährige arbeitet als Kreisingenieur beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons und ist seit sieben Jahren Mitglied der Schulpflege im Dorf. «Die Behördenarbeit macht mir viel Freude», nennt er als Motivation für seine Kandidatur.

Giuliano Sabato kandidiert als Gemeindeammann.

Giuliano Sabato kandidiert als Gemeindeammann.

Bild: zvg

Als zu gross erachtet Sabato den Sprung in das Ammann-Amt ohne Erfahrung im Gemeinderat nicht. So kenne er die Arbeit ein Stück weit von Strassenbauprojekten, wo er viel mit Bürgern, Fachstellen des Kantons und Gemeindebehörden zu tun habe. Er sagt:

«Ich weiss, was auf mich zukommt. Und in meiner Funktion beim Kanton bin ich auch mit Personalführung vertraut.»

Verhehlen möchte er jedoch nicht, dass er Respekt vor dem Sprung, dem Amt und der Arbeit habe. «Man wird sicher gefordert.» Auch die Themenbreite als Gemeindeammann sei gross. «Das wird eine Herausforderung – eine, auf die ich mich aber freue», sagt er. Als drängendste Aufgabe erachtet Sabato die Reorganisation der Schulleitung infolge der Abschaffung der Schulpflege.

Wie für das Amt des Ammanns gibt es für jene des Vizeammanns nur eine Kandidatur: Hier will sich Gebi Maier für weitere vier Jahre wählen lassen.

Statt nur zu kritisieren, aktiv mitgestalten

Reto Herzog kandidiert als Gemeinderat.

Reto Herzog kandidiert als Gemeinderat.

Bild: zvg

Gerne in den Gemeinderat einziehen möchte Reto Herzog. Der 50-Jährige kandidiert zum ersten Mal für den Gemeinderat. Er ist Präsident der Schützengesellschaft Wölflinswil. 25 Jahre lang hat er für die Gemeinde Feuerwehrdienst bis zur Position des Vizekommandanten geleistet oder etwa die Jugi geleitet. Seit seinem achten Lebensjahr wohnt Herzog, der noch bis zum 31. Oktober für die Gemeinde als Hauswart arbeitet, in Wölflinswil. Er sagt:

«Die Gemeinde liegt mir am Herzen. Deswegen kandidiere ich.»

Für wichtig erachtet es Herzig nicht nur zu kritisieren, sondern selbst auch konstruktiv zu werden und zu gestalten, wenn einem etwas nicht passt.

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