Fricktal

Wieso ist der Landammann-Stammtisch für den Bezirk Laufenburg in Stein?

«Frag de Landamme» mit Markus Dieth; hier am ersten Stammtisch in Aarau.

«Frag de Landamme» mit Markus Dieth; hier am ersten Stammtisch in Aarau.

«Frag de Landamme» ist das Konzept des Landammann-Stammtischs mit Markus Dieth. Dabei sollen alle Bezirke des Kantons besucht werden. Weshalb aber findet der Stammtisch für den Bezirk Laufenburg in Stein statt? Die AZ hat den Landammann gefragt.

Es ist seit Jahren Tradition: Der Landammann tingelt in seinem Amtsjahr durch den Kanton, setzt sich an die Stammtische der Nation – nun gut: Der Klein-Nation, um zuzuhören, um ins Gespräch zu kommen, um die Sorgen der Bevölkerung zu spüren, den Aargauer Puls, könnte man sagen.

Markus Dieth hält es nicht anders. «Frag de Landamme» heisst sein Konzept. Zu den Stammtischen lädt der CVP-Regierungsrat gemeinsam mit GastroAargau und fünf Aargauer Unternehmen. «Markus Dieth wird dabei alle elf Bezirke des Kantons Aargau besuchen», hiess es in der Medieneinladung zur Konzeptvorstellung im Februar. In der Medienmitteilung wurde daraus ein «er wird elf verschiedene Gesprächsrunden besuchen, um alle Regionen des Kantons abzudecken».

Der erste Stammtisch fand in Aarau statt, ein zweiter, ausserplanmässiger, in Wallbach. Dieser sei auf Initiative von CVP-Grossrat und Fraktionschef Alfons P. Kaufmann zu Stande gekommen, sagt Claudia Penta, Leiterin Kommunikation in Dieths Departement. Wer den Flyer, der einen locker-krawattenlosen, lachend-­entspannt-biertrinkenden Dieth zeigt, etwas genauer studiert, wer die besuchten Ortschaften den elf Bezirken zuordnet, dem fällt auf, dass in jedem Bezirk ein Stammtisch aufgeführt ist – nur im Bezirk Laufenburg findet sich keiner. Dafür zwei im Bezirk Rheinfelden, einer in Rheinfelden und einer in Stein. Wurde da kurzerhand Stein zum Bezirk Laufenburg geschlagen? Oder plant der Kanton gar eine Verschiebung in der Gemeindelandschaft? «Frag de Landamme», sagt sich da auch die AZ.

«Selbstverständlich plant der Landammann keine Verschiebungen in der Gemeindelandschaft des Fricktals», sagt Penta. Laufenburg sei auch «keineswegs vergessen» gegangen. Man habe pro Bezirk einen Gastgeber angefragt; das Konzept beruhe dabei auf Besuchen in Restaurants und bei Unternehmen.

Aus Platzgründen findet der Anlass in Stein statt

«Im Bezirk Laufenburg hat sich das dort ansässige Traditionsunternehmen Erne angeboten», so Penta. Aus «organisatorischen Gründen» finde der Stammtisch am Standort Stein statt. Dass der Stammtisch nicht am Hauptsitz der Firma in Laufenburg, wo auch das Restaurant Erne Chuchi domiziliert ist, abgehalten wird, begründet Penta auf Nachfrage mit dem Platzangebot. «Um genügend Platz für interessierte Bürgerinnen und Bürger anzubieten, findet der Anlass in den Räumlichkeiten in Stein statt.»

Man sei stolz darauf, einen Anlass mit einem der wichtigsten Laufenburger Arbeitgeber durchzuführen, sagt Penta und betont: «Selbstverständlich sind alle Aargauerinnen und Aargauer aus der Region Laufenburg herzlich willkommen.»

Im Fricktal mit seinen zwei Bezirken fänden zwei Stammtische statt, sagt Penta. Eigentlich sind es ja drei – oder 2plus, je nach Definition. Zudem, das zeigt das Beispiel Wallbach, ist die Elfer-Zahl nicht in Stein gemeisselt. Bis jetzt gebe es keine anderen Bezirke, in denen neben den angekündigten Stammtischen weitere geplant seien, so Penta. «Der Landammann steht Anfragen offen gegenüber, falls dies seine Agenda zulässt.»

Stammtische werden ­geschätzt

Die bisherige Resonanz auf das Format sei gut, zieht Penta eine Zwischenbilanz. «Die Gäste schätzten es sehr, den Landammann persönlich kennen zu lernen und sich mit ihm über politische Themen auszutauschen.» Auch Dieth schätzt am Format die Nähe zur Bevölkerung, die einen Austausch in ungezwungener Atmosphäre ermöglicht. Der Stammtisch sei ein ideales Format, um diesen Austausch zu ermöglichen sowie die Anliegen und Bedürfnisse der Bevölkerung zu hören.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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