Squash Fricktal

Weniger Teams, aber höheres Niveau: Die Fricktaler NLA-Squasherinnen stehen wieder im Playoff-Final

Ein starkes Fricktaler Team: Caroline Bachem, Nadia Pfister, Jasmin Ballmann und Nadine Frey (v.l.).

Ein starkes Fricktaler Team: Caroline Bachem, Nadia Pfister, Jasmin Ballmann und Nadine Frey (v.l.).

Immer weniger Squasherinnen interessieren sich für den Vergleich im Wettkampf. Massen sich in der Nationalliga A vor einem Jahr noch vier Teams mit einander, sind es nun noch deren drei.

«Die allermeisten von uns sind keine Profispielerinnen», bestätigt Nadine Frey vom Squash Club Fricktal, die als Assistenzärztin das Trainingspensum reduzieren musste. «Nur die Nummer 1, Nadia Pfister, ist regelmässig auf internationaler Profi-Tour unterwegs», so Frey, die mit Nadia Pfister und Jasmin Ballmann, der Nummer 2 des Teams, Teil des Schweizer Nationalkaders ist. Mit im Team spiele zudem Astrid Reimer-Kern aus Deutschland. «Am letzten Interclub-Wochenende im Januar war sie jedoch verhindert und ist somit nicht für die Playoffs Ende März in Uster qualifiziert», sagt Frey.

Saison 2020/2021 in neuem Modus

Aufgrund der verschärften Situation wird in der NLA in der nächsten Saison in einem neuen Modus gespielt. Sämtliche Begegnungen werden an zwei Wochenenden ausgetragen, ungeachtet davon, wie viele Teams sich anmelden. «Gemeinsam mit allen Spielerinnen der NLA haben wir uns Anfang Januar zusammengesetzt», sagt Nadine Frey. Ziel sei, dass sich die starken Spielerinnen besser auf die verschiedenen Teams aufteilen und schliesslich wieder mehr Teams zustande kommen. «Festgelegt wurde, dass die nächste Saison an zwei Wochenenden à zwei bis drei Tage gespielt wird mit den anschliessenden Playoffs für die qualifizierten Teams. Zudem wird es Top-5-Spielerinnen untersagt sein, auf Position 2 oder 3 der Teams zu spielen.»

Die Qualifikation der aktuellen Saison hat Nadine Frey in bester Erinnerung. Neben den NLA-Spielen haben sich 13 Plauschteams mit je drei bis fünf Spielerinnen für den Ladies Team Cup angemeldet. «Es war unklar, wer gewinnen wird, da das Niveau in Anbetracht der wenigen Teams sehr hoch ist. Erfreulicherweise konnten wir uns für den Playoff-Final am 28. März in Uster qualifizieren», sagt Frey. Die Fricktalerinnen hätten morgen an der Aargauer Sport-Gala, die wegen des Corona-Virus abgesagt wurde, für die Erfolge der vergangenen Saison geehrt werden sollen, wo sie den Schweizer-Meister-Titel gewannen und an der Club-Europameisterschaft den fünften Platz erreichten.»

«Gewiss ist die Damen-NLA zurzeit in einer schwierigen Phase, da sich in den letzten Jahren immer wieder NLA-Teams zurückgezogen haben», so Frey. Da sich die verbliebenen Spielerinnen auf weniger Teams verteilen, sei dafür das Niveau der Teams gestiegen. «In den letzten Jahren ist der Niveau-Unterschied zur NLB so gross geworden, dass sich kein Team mehr getraut hat, aufzusteigen», erklärt Nadine Frey. In den unteren Ligen dürfte es jedoch gern noch ein paar Frauen mehr geben, findet Nadine Frey.

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