Am Dienstag vor einer Woche kam es bei Bauarbeiten am Kreisel Giebenacher-/Liebrütistrasse in Kaiseraugst zu einem Zwischenfall. Als Arbeiter Leitungen für den Wärmeverbund der AEW Energie AG per Pressluftvortrieb unter der Fahrbahn hindurch verlegen wollten, touchierten sie eine Wasserleitung. Dabei wurden die Rohrteile auseinandergeschoben und Tausende Liter Wasser strömten aus der Leitung (die AZ berichtete).

Laut Andreas Brühwiler, Leiter Bau bei der Gemeinde Kaiseraugst, war die Wasserleitung zwar in den Plänen verzeichnet. Nicht vermerkt war jedoch, dass sie sich ungewöhnlich tief unter dem Boden befinden. «Die Arbeiter sind von Erfahrungswerten ausgegangen, was in diesem Fall nicht gereicht hat», so Brühwiler.

Das Video zum Wasserrohrbruch: 

Wasserrohrbruch: In Kaiseraugst stürzte die Strasse ein

Wasserrohrbruch: In Kaiseraugst stürzte die Strasse ein

Am Dienstag 11. Juni gegen 14.30 Uhr kam es beim Kreisel Widhagweg/Giebenacherstrasse in Kaiseraugst zu einem Wasserrohrbruch – wegen eines Versehens bei Baurarbeiten. Das Wasser unterspülte die Strasse derart, dass sie einstürzte.

Infolge des Wasserschadens im Kreiselbereich musste der Kreisel für die Durchfahrt gesperrt werden. Am Tag nach dem Zwischenfall ging Brühwiler davon aus, dass der Kreisel nach einer Woche wieder befahren werden kann. Dieser Zeitplan konnte nun nicht ganz eingehalten werden. «Für die Wasserleitung wurde ein falsches Ersatzteil geliefert», so Brühwiler. Zudem hätten auch die Arbeiter nicht zehn Tage am Stück im Einsatz stehen dürfen.

Mittlerweile ist aber auch das richtige Ersatzteil eingetroffen. «Es konnte gestern eingebaut werden», so Brühwiler. Nun wird die Grube noch aufgefüllt und verdichtet und noch heute Donnerstag wird der provisorische Strassenbelag eingebaut. «Dieser muss dann noch ruhen», sagt Brühwiler. Aber am Freitagmorgen um 5.30 Uhr könne der Kreisel für den Bus- und Individualverkehr wieder freigegeben werden. Im kommenden Jahr wird dann der gesamte Kreiselbelag ersetzt und der Belag definitiv eingebaut.

Versicherungen eingeschaltet

Trotz der Verzögerung von zwei Tagen ist Brühwiler mit dem Verlauf der Bauarbeiten zufrieden. Zwar habe es ein paar Reklamationen wegen der Beschilderung der Umleitung gegeben, «doch diese haben sich bald gelegt». Und auch der Einsatz des Verkehrsdienstes habe sich bewährt.

Wasserrohrbruch: In Kaiseraugst stürzte die Strasse ein

Wasserrohrbruch: In Kaiseraugst stürzte die Strasse ein

Auch bei der Bauherrin, der AEW Energie AG, äussert man sich zufrieden darüber, wie die Sperrung abgelaufen sei. Auf die Gesamtbauzeit des Wärmeverbunds – der Bau der Heizzentrale soll demnächst in Angriff genommen werden – werden der Wasserschaden und die Kreiselsperrung keinen Einfluss haben, wie Projektleiter Stefan Fehlmann sagt. Noch nicht beziffert werden kann laut Fehlmann der Sachschaden. «Bislang stand für uns klar die Reparatur im Vordergrund.» Ebenfalls ist noch offen, wer für den Schaden aufkommen wird. «Alle Beteiligten haben ihre Versicherungen informiert», so Fehlmann. Nun gelte es abzuklären, ob ein Unfall vorliegt oder ob jemandem ein Verschulden nachgewiesen werden kann.