Manche Schwimmer kraulen in Bad Säckingen voraus und lassen die anderen hinter sich zurück, die sich gemächlich vom Rhein dahin treiben lassen. Die Mumpfer Pontoniere haben die Teilnehmer des 33. Zweibrückenschwimmens mit Booten vom Bootshaus in Mumpf bis knapp unterhalb des Wasserkraftwerks in Bad Säckingen gebracht, wo die Schwimmer in den Fluss gestiegen sind. Bis zum Bootshaus zurück sind es 3,5 Kilometer. Viele Teilnehmer sind mit Schwimmnudeln oder wasserfesten Beuteln ausgestattet, die ihnen auch als Schwimmhilfen dienen.

Die Strecke bietet eine schöne und abwechslungsreiche Kulisse mit dem Fridolinmünster und der Bad Säckinger Altstadt, naturbelassenem Ufer, vorbei an der Fridolininsel und unter zwei Brücken hindurch. Da haben es die meisten Schwimmer im 23 Grad warmen Wasser nicht besonders eilig, nach Mumpf zurückzukommen.

Vom Hallwilersee angereist

Unablässig pendeln die Pontoniere von Mumpf nach Bad Säckingen und bringen neue Schwimmergruppen zur Einstiegsstelle, dennoch bildet sich beim Bootshaus eine Warteschlange. Die ankommenden Schwimmer werden mit einem heissen Getränk empfangen. «Das ist wunderschön. Da können wir mit dem nächsten Boot noch eine Runde machen», meint eine Besucherin zu ihrem Begleiter und die beiden reihen sich in die Warteschlange ein.

Auch ein Münchwiler lobt das Zweibrückenschwimmen, an dem er schon seit einigen Jahren teilnimmt. Im Rhein badet er gerne, aber alleine würde er eine so lange Strecke nicht zurücklegen. Zwei Frauen aus Beinwil am See sind zum zweiten Mal beim Zweibrückenschwimmen. Für den Anlass haben sie eine Dreiviertelstunde Fahrt auf sich genommen. «Es ist eine gemütliche Strecke und betreut. Das gibt Sicherheit, sonst würden wir uns das nicht trauen», erklärt die eine Teilnehmerin.

Fischessen zum Abschluss

Um die Sicherheit kümmern sich acht Boote, von denen jeweils vier eine Gruppe mit 50 Schwimmern begleiten, da sich das Schwimmfeld weit auseinanderzieht. Das ganze Feld im Blick zu behalten, stellt eine Herausforderung für die Rettungsschwimmer in den Booten dar. Bei schönem Wetter kommen erfahrungsgemäss 400 Schwimmer, weiss OK-Präsident Daniel Winter von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) Sektion Fricktal. Am Morgen ist der Ansturm grösser als am Nachmittag.

Nach vier Stunden ist dann auch Schluss, damit die ehrenamtlichen Helfer der sieben deutschen und Schweizer Hilfsorganisationen Feierabend machen können. Viele Schwimmer nutzen die Gelegenheit, im Anschluss an das Schwimmvergnügen noch beim traditionellen Fischessen des Pontonierfahrvereins einzukehren.