Fricktal
Tierlignadenhof-Leiterin: «Für mich ist Ostern eine furchtbare Erinnerung»

Bei den Ostererinnerungen bekannter Fricktaler Persönlichkeiten nimmt die Familie einen wichtigen Platz ein. Doch es gibt auch weniger schöne Erlebnisse, wie Tierlignadenhof-Leiterin Monika Spoerlé erzählt.

Nadine Böni
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Tierlignadenhof-Leiterin Monika Spoerlé

Tierlignadenhof-Leiterin Monika Spoerlé

Aargauer Zeitung

Roland Brogli, CVP-Regierungsrat:

Mit Spannung und Sportsgeist habe ich mich auf die Osternestli-Suche im Garten gemacht. Das war für meine Schwestern ein Spass, mich, den kleinen Bruder, beim Suchen anzufeuern und auch mal in die falsche Richtung zu lenken. Nach dem frühmorgendlichen Spass im Garten folgten der Kirchgang mit der Familie und ein feines Mittagessen. Ich erinnere mich gerne an den Wechsel aus der Fastenzeit zum Ostersonntag. Da wir uns in der Fastenzeit wirklich beschränkt haben, erlebte ich den Ostersonntag als besonders intensiv. Heute ist Ostern für mich die Zeit der Ruhe und Beschaulichkeit - mehr als Weihnachten. Und ich freue mich jedes Jahr über das Osterbäumli, das meine Frau liebevoll schmückt.

Erwin Rehmann, Künstler:

Mir ist von Ostern vor allem die Karwoche in Erinnerung geblieben. Ich war damals Ministrant in der Kirche. Und in der besagten Karwoche gab es jeweils in der Nacht eine ganz spezielle Zeremonie. Da wurde in der Kirche bei Kerzenlicht gesungen. Mich hat das damals unglaublich beeindruckt - diese mystische Stimmung. Ostern selber war dann eine Art Erlösung nach dem Fasten. Als Ministrant war ich auch an der Ostermesse dabei. In der Familie haben wir einander Osternester versteckt. Ich finde Ostern eine wunderschöne Geschichte, gerade für Kinder. Deshalb habe ich die Tradition mit den eigenen Söhnen weitergeführt. Sie wären wohl enttäuscht gewesen, wenn es das nicht gegeben hätte.

Monika Spoerlé, Leiterin Tierlignadenhof Kaisten:

Ich verbinde eine eher furchtbare Erinnerung mit Ostern und den Tagen davor. Immer vor Ostern war es nämlich so weit: Bei uns auf der Terrasse lebte ein kleines Lamm. Wir Kinder durften dieses schöppeln und streicheln – und haben nicht gewusst, dass das Lamm an Ostern bei uns auf dem Teller landet. Gerade für mich, die Tiere immer geliebt hat, war das ein besonderer Schock. Auch Jahrzehnte später ist mir das in der Erinnerung noch präsenter, als die Osternester, die es ja auch gab. Noch heute beschäftigt es mich, dass Ostern mit so viel Leid verbunden ist. Ich muss immer an die vielen Lämmer denken, die dafür sterben müssen.

Stéphanie Mörikofer, Alt-Regierungsrätin:

Die Ostertage verbrachte ich als Kind immer bei meinen Grosseltern in Twann am Bielersee. Bei uns war es Tradition, dass wir jeweils am Ostersamstag in einen nahen Wald wanderten und dort Moos und Blumen und allerlei anderes Material sammelten. Daraus bastelten wir zu Hause dann unsere Osternester. Diese platzierten wir draussen im Garten der Grosseltern, wo sie der Osterhase gefunden und etwas Süsses hineingelegt hat. Ins Haus hat sich der Osterhase nur höchst selten getraut. Dafür war er wohl zu ängstlich - und zu Gesicht bekommen haben wir ihn sowieso nie.

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