In Wegenstetten gingen über das Wochenende zwei Einrichtungen eine Symbiose ein: Jurapark-Fest und Frühlingsmarkt fanden gemeinsam statt.

So mancher, der wegen des Frühlingsmarktes kam, schaute auch im Jurapark-Dorf rund um die alte Trotte vorbei. Wer aus Interesse am Naturpark nach Wegenstetten aufbrach, machte nebenbei einen Abstecher zu den zahlreichen Ständen des Frühlingsmarktes, der in diesem Jahr zum 20. Mal stattfand.

Vizeammann Martin Willi von Wegenstetten sagte in seiner Eröffnungsansprache, dass die Markttradition der heute 1060 Einwohner zählenden Gemeinde tatsächlich bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurückreiche. Damals wie heute: Hauptzweck eines Marktes sei es, Produkte und Waren zur Schau zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

29 Gemeinden im Jurapark Aargau

Auch Thomas Vetter, Präsident des Juraparks Aargau, lobte Märkte als Orte der Begegnung und der Kommunikation. «Ziel des Jurapark-Festes ist es, den Park als lebendige Region näher zu bringen», hielt Vetter fest. Deshalb seien die Feste für den im Januar 2012 als regionaler Naturpark anerkannten Jurapark mit seinen 29 Mitgliedsgemeinden auch so wichtig.

Wenn ein Lebensmittel nach den Kriterien der dazugehörenden Regionalmarke zertifiziert sein will, müssen seine Hauptbestandteile aus dem Parkgebiet stammen, und es muss zum Grossteil auch dort hergestellt worden sein.

Diese Kriterien erfüllen mittlerweile das Jurapark-Brot, der Jurapark-Käse, die Trockenfrüchte von Arbo Vitis aus Frick und die Obstessige von Familie Bründler in Wittnau.

All diese Köstlichkeiten waren auch am Wochenende in Wegenstetten präsent und konnten degustiert und gekauft werden. Hinzu kamen weitere rund 30 Stände, welche die ganze Vielfalt des Parks vor Augen führten.

Alessandro Ferrugia, stellvertretender Geschäftsleiter des Juraparks Aargau, zeigte bei seiner Führung durch das Park-Dorf auch das Projekt Landschaftsmedizin auf.

Dabei arbeiten Einrichtungen im Parkgebiet mit regionalen Rehakliniken zusammen, mit dem Ziel, die Juralandschaft in die Heilung von Patienten einzubeziehen.

Auch Silvia Senn mit ihrem Arzneipflanzengarten in Zeiningen und die Naturärztin Sonja Wunderlin aus Laufenburg sind da mit von der Partie.

Beide hatten sie in Wegenstetten einen Stand. Besucher erfuhren dort, dass viele als Unkräuter verschriene Pflanzen in Wirklichkeit wertvoll und gesund sind. Und sie konnten aus Kräutern hergestellte oder damit verfeinerte Köstlichkeiten geniessen.

Nicht nur das Areal um die alte Wegenstetter Trotte war am Wochenende Schauplatz und Treffpunkt zugleich, sondern auch das Gebäude selbst.

Es ist Lebensraum für die Grosse Hufeisennase, einer Fledermausart, die sonst nur noch in zwei Regionen der Schweiz vorkommt.