Gipf-Oberfrick

SVP wehrt sich mit 75 Mitunterzeichnern gegen SBB-Brücken-Fahrverbot

Nationalrat Maximilian Reimann und Grossrätin und SVP-Ortsparteipräsidentin Tanja Suter übergeben die Sammeleinsprache an Gemeinderat Georg Schmid und Gemeindeschreiber Urs Treier (v.r.)

Nationalrat Maximilian Reimann und Grossrätin und SVP-Ortsparteipräsidentin Tanja Suter übergeben die Sammeleinsprache an Gemeinderat Georg Schmid und Gemeindeschreiber Urs Treier (v.r.)

Im Namen der SVP Gipf-Oberfrick reichten Grossrätin und Ortsparteipräsidentin Tanja Suter und Nationalrat Maximilian Reimann eine Sammeleinsprache gegen die geplante Sperrung der SBB-Brücke zwischen Gerenweg und Juraweg für den Motorverkehr ein.

«Unzumutbar» sei es, im Zeitalter der wachsenden Bevölkerung und der Zunahme der Mobilität «eine Quartierverbindung zwischen zwei Dörfern ersatzlos aufzuheben», heisst es als Begründung zur Einsprache.

Die Nebenverbindung diene einem Teil der Dorfbevölkerung zum schnelleren Erreichen von Sportzentren, Kirche oder Autobahn-Anschluss, so die Einsprecher weiter.

Des Weiteren monieren die Einsprecher, dass der Verkehr, der derzeit die Brücke passiert, künftig auf der Landstrasse beziehungsweise der Schul- und Dammstrasse in Frick fahren müsse. «Die heute schon teilweise überlastete Kreuzung Landstrasse/Gerenweg-Müligasse würde noch mehr verstopft», heisst es weiter.

Überweisungsantrag folgt

Wie Tanja Suter erklärte, wird es nicht bei der Einsprache bleiben: «An der Gemeindeversammlung werde ich im Namen der SVP-Ortspartei einen Überweisungsantrag stellen, dass der Gemeinderat ein Gesamtkonzept vorlegen soll, wie die Verkehrsführung künftig geplant ist.»

Auch die rückwärtige Erschliessung des Bahnhofs Frick müsse in diesem Konzept enthalten sein, so die Grossrätin weiter. Sie betonte allerdings auch: «Im Moment geht es klar darum, dass die SBB-Brücke nicht gesperrt wird.»

Für Nationalrat Maximilian Reimann, der in unmittelbarer Nähe der SBB-Brücke wohnt, gäbe es andere Lösungen als die Sperrung.

«Ich bin überzeugt, dass man den Abschnitt für den Langsamverkehr auch ohne Sperrung sicherer machen könnte», so Reimann, der insbesondere die Möglichkeit eines Trottoirs oder eines separaten Fussweges ansprach. «Gipf-Oberfrick ist schliesslich keine arme Gemeinde.»

Lösung gemeinsam mit Frick

Gemeinderat Georg Schmid und Gemeindeschreiber Urs Treier, die die Sammeleinsprache entgegen nahmen, betonten die Sicht des Gemeinderates: «Wir legten den Fokus auf die Sicherheit der Fussgänger und Velofahrer.»

In Gesprächen mit Frick sei man zum Entschluss gekommen, die Brücke zu sperren. «Schon länger wird diskutiert, dass man dort etwas verändern müsse.» Georg Schmid erklärte, dass nach Ablauf der Einsprachefrist am 2. Juni, die Gemeinderäte die Einsprachen sichten und den Kontakt mit dem Fricker Gemeinderat suchen werden.

«Es wurde vereinbart, dass es nur eine gemeinsame Lösung geben kann.» Hält der Gemeinderat an der Sperrung fest, kommt es zu Verhandlungen mit den Einsprechern.

Die SVP ist nicht die einzige Gegnerin der Sperrung. Bereits vergangene Woche wurde eine Sammeleinsprache von 66 Unterzeichnenden eingereicht. Hinzu kommen laut Urs Treier 15 Einzeleinsprachen. In Frick seien bisher drei Einzeleinsprachen eingegangen, erklärte Gemeindeschreiber Heinz Schmid auf Anfrage.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1