Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat mit den Bauarbeiten für den 40 Meter breiten Kreisel am Eiker Autobahnanschluss begonnen. Dieser ersetzt die dortige Lichtsignalanlage, die das Astra vor gut einer Woche demontieren liess. Seitdem wird der Verkehr mit einem provisorischen Kreisel durch den Knotenpunkt geleitet.

Eineinhalb Wochen nach der Einführung des Kreisel-Regimes zeigt sich das Astra zufrieden. «Der Verkehr läuft gut im provisorischen Kreisel», so Sprecherin Esther Widmer. In dieser Woche wird das Astra zwei Verkehrszählungen zu den Hauptverkehrszeiten durchführen. «Je nach Ergebnis wird der Einsatz eines Verkehrsdienstes während der Hauptverkehrszeiten geprüft», sagt Widmer.

Linksabbiegen ist schwierig

Auf der Gemeindekanzlei gingen hinsichtlich des Kreisels bisher keine Rückmeldungen ein, sagt der Eiker Gemeindeammann Stefan Grunder. Dieser moniert, dass es für Fahrer, die von der Autobahn aus Richtung Zürich kommend kurz oberhalb des Kreisels nach links in Richtung Agrola-Tankstelle abbiegen wollen, ein Spiessroutenlauf sei, die Strasse zu queren. «Gerade zu den Hauptverkehrszeiten ist dort kaum ein Durchkommen, weil der Verkehr auf beiden Strassenseiten ständig rollt», sagt er. Deswegen befürchtet er, dass sich die dort wartenden Autos, bis auf die Autobahn zurückstauen könnten.

Solch einen Rückstau gab es bereits am Samstag vor eineinhalb Wochen, als das Astra den provisorischen Kreisel einrichtete. «Daraufhin wurde der Knoten mit einem Verkehrsdienst geregelt», sagt Widmer, die keinen Hehl daraus macht, dass sich bei einem sehr hohen Verkehrsaufkommen während der Bauphase der Verkehr wieder bis zur Autobahn zurückstauen könne.

Lastwagenchauffeur hat es schwer

Nur unweit vom provisorischen Kreisel am Autobahnanschluss domiziliert ist das Transportunternehmen Schenker Schweiz AG. Oftmals müssen die Lastwagen-Chauffeure den Knotenpunkt zu Beginn oder am Schluss ihrer Touren passieren. «Gerade zu den Spitzenzeiten zwischen 7 und 8 sowie zwischen 16 und 18 Uhr kommt es im Kreisel zu Engpässen. So ist die Einfahrt in den Kreisel erschwert», sagt Basaran Yildirim, Head of System & Direct Freight des Unternehmens. Deshalb sei es wichtig, dass die Autofahrer Rücksicht nehmen und auch mal eine Lücke für einen Lastwagen lassen, der sich einordnen will. «Das funktioniert derzeit nur teilweise», sagt Yildirim.

Für Widmer ist klar, dass neue Verkehrsführungen immer Zeit benötigen, bis sich die Verkehrsteilnehmenden daran gewöhnt haben. Wichtig, damit der Verkehrsfluss relativ zügig abläuft, ist, dass der Fahrer rechtzeitig vor dem Ausfahren aus dem Kreisel blinkt, sagt Widmer. «So wissen die vor dem Kreisel stehenenden Autos, dass sie fahren können.»