SC Fricktal
Squasherinnen gewinnen EM-Silber – grösster Erfolg in der Vereinsgeschichte

Das Frauenteam des SC Fricktal erreicht an der Weltmeisterschaft den 2. Platz. Das vor Turnierbeginn als Nummer 5 eingestufte Team verlor im Final gegen England. Zufrieden sind die Fricktalerinnen aber allemal.

Fabio Baranzini
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Freuen sich über die Silbermedaille: das Frauenteam des SC Fricktal mit Nadia Pfister (von Link), Nadine Frey und Astrid Reimer-Kern.

Freuen sich über die Silbermedaille: das Frauenteam des SC Fricktal mit Nadia Pfister (von Link), Nadine Frey und Astrid Reimer-Kern.

Vor einem Jahr durften die Fricktaler Squasherinnen um Nadine Frey, Nadia Pfister und Astrid Reimer-Kern zum ersten Mal überhaupt an den European Club Championships – die Champions League der Squash Clubs – teilnehmen. Dies, weil die damaligen Schweizer Meisterinnen aus Uster verhindert waren. Es resultierte der ansprechende fünfte Platz beim Gipfeltreffen der europäischen Landesmeister. In diesem Jahr waren die Fricktalerinnen als amtierende Schweizer Meisterinnen zum zweiten Mal dabei an den European Club Championships, die im holländischen Eindhoven ausgetragen wurden.

Das Team um Captain Nadine Frey wurde vor Turnierbeginn als Nummer fünf eingestuft. «Wir waren bereits im letzten Jahr an Nummer fünf gesetzt und damals hatte die Setzlistenposition gestimmt. Entsprechend waren unsere Erwartungen nicht allzu hoch», so Nadine Frey. Doch die Fricktalerinnen eröffneten das Turnier gleich mit einem kleinen Exploit. Gegen die Gastgeberinnen aus Eindhoven, die stärker eingestuft waren, konnten sie dank Siegen von Nadia Pfister, Astrid Reimer-Kern und Nadine Frey einen souveränen 3:0-Sieg ins Trockene bringen.

Beste Leistung im Halbfinal

Und weil sie auch gegen die polnischen Vertreterinnen 3:0 gewannen, konnten sich die Fricktalerinnen in der Gruppenphase hinter den starken Engländerinnen des Edgbaston Priory Clubs den zweiten Platz sichern, der zur Teilnahme an den Halbfinals berechtigte. Dort trafen sie erneut auf ein Team aus England. Nadine Frey eröffnete die Begegnung gegen Pontefract mit dem Duell gegen Andrea Santamaria. «Ich hatte kein allzu gutes Gefühl in diesem Match und musste mich daher irgendwie durchkämpfen. Zum Glück hat es am Ende knapp zum Sieg gereicht», so Frey, die das Spiel in fünf Sätzen gewann und damit vorlegen konnte.

Nadia Pfister musste sich kurz darauf der ehemaligen Top-20-Spielerin Sarah Campion in drei Sätzen geschlagen geben, sodass die Verantwortung auf den Schultern von Astrid Reimer-Kern lag. Und sie setzte sich nach verlorenem Startsatz mit 3:1 durch und sicherte den Fricktalerinnen damit den Finaleinzug. «Wir haben im Halbfinal wirklich eine super Teamleistung gezeigt. Während des gesamten Turniers hat der Teamgeist gepasst. Nur so war es möglich, dass wir uns tatsächlich für den Final qualifizieren konnten», freute sich Nadine Frey.

Stolz auf die Silbermedaille

Im Endspiel warteten dann wiederum die englischen Vertreterinnen, gegen die die Fricktalerinnen bereits in der Vorrunde verloren hatten. Und auch im Final waren die Titelverteidigerinnen zu stark. Die amtierende Racketlon-Vize-Weltmeisterin Astrid Reimer-Kern startete zwar äusserst stark in ihre Partie, vermochte aber die 2:0-Satzführung nicht ins Trockene zu bringen. Und weil auch Nadia Pfister kurz darauf gegen die frisch gebackene Europameisterin Millie Tomlinson verlor, blieb dem SC Fricktal der ganz grosse Coup verwehrt. Zufrieden dürfen die Fricktalerinnen aber allemal sein. «Diese Silber-medaille ist der grösste Erfolg in der Vereinsgeschichte. Wir sind sehr stolz, dass wir das geschafft haben», so Nadine Frey, die mit ihren Teamkolleginnen Ende Oktober in die neue NLA-Meisterschaft startet.