Wo gibt es die schönsten Spielplätze? Wo kann man am besten Drachen steigen lassen und wo stehen die grössten Kletterbäume? Diese und andere Fragen beantworten Schüler und Schülerinnen aus beiden Rheinfelden anhand eines selber erstellten Kinderstadtplans.

Das Beratungszentrum für kommunale Kinder- und Jugend-, Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung (Kobra) hat zusammen mit den Stadtverwaltungen, dem Verein schjkk (CH), dem Jugendreferat (D) und vor allem mit Rheinfelder Schülern einen Stadtplan erarbeitet, der auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt ist.

Auf dem nun fertigen Stadtplan wurden alle Orte eingezeichnet, an denen sich die Kinder gerne aufhalten: Spielplätze, Skateanlagen, grosse Wiesen, Sportplätze, Rodelberge und vieles mehr. Zudem wurden aber auch Plätze eingezeichnet, die von den Schülern als gefährlich empfunden werden, wie zum Beispiel stark befahrene Strassenübergänge.

Familienfreundlichere Gemeinde

Mehr als 250 Schüler haben ihren Teil zum Gelingen des Kinderstadtplans beigetragen, insgesamt wurden 10 000 Stadtpläne gedruckt. Bei der Präsentation des neuen Stadtplans am gestrigen Tag, versammelten sich die Schulkinder und alle anderen Beteiligten und jedes Kind bekam einen eigenen Stadtplan überreicht.

Beteiligt am Projekt waren die Scheffelschule Herten, die Dinkelbergschule Minseln, die Christian-Heinrich-Zeller-Schule Karsau, die Goetheschule und die Hans-Thoma Schule auf deutscher Seite, die Roberstenschule und das Hugenfeldschulhaus auf Schweizer Seite.

Stadträtin Béa Bieber bedankte sich bei allen herzlich für ihre Unterstützung: «Wir sind sehr zufrieden mit dem Resultat des Stadtplans. Es ist ein weiterer, grosser Schritt zu einer familienfreundlicheren Gemeinde, und das nicht nur für die Einwohner, sondern auch für Touristen.

Nach acht Jahren ist es uns gelungen, einen neuen Kinderstadtplan auf die Beine zu stellen, der dieses Mal sogar grenzüberschreitend ist. Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten und vor allem bei allen Sponsoren, ohne die wir keine Chance gehabt hätten, dieses Projekt zu realisieren.»

Im Stadtbüro erhältlich

Für die Initiatoren des Rheinfelder Kinderstadtplans, Bettina Völkel und Frank Awender vom Kobra-Beratungszentrum Kandern, entspricht dieses Projekt ihrer Philosophie, nämlich Bürger, in diesem Falle die Kinder, an Fragen, die sie selbst betreffen, zu beteiligen.

Ein besonders spannendes Projekt war es zudem: Nach über 120 realisierten Plänen ist der Kinderstadtplan Rheinfelden der erste, grenzüberschreitende Kinderstadtplan der Firmengeschichte.

Er kann seit gestern im Stadtbüro (CH) und im Bürgerbüro (D) gratis bezogen werden. Überdies verfügt der Kinderstadtplan über eine eigene Homepage. Alle redaktionellen Inhalte wurden unter http://rheinfelden.kinderplan.net aktiv verlinkt und zusätzliche Informationen aufgeführt.