Frick

Spatenstich für Tagungsgebäude: Bauarbeiten am Forschungsinstitut gehen in letzte Runde

Die Verantwortlichen freuten sich über den Baustart für das Millionenprojekt.

Die Verantwortlichen freuten sich über den Baustart für das Millionenprojekt.

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau feierte den Spatenstich für das neue Tagungsgebäude. Somit wird der letzte Abschnitt der Bautätigkeiten am Standort Frick in Angriff genommen. Der geplante Forschungscampus, der in Etappen erstellt wurde, soll 2021 fertig werden.

Was Spatenstiche angeht, hat das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) schon etwas Routine. Das Institut realisiert an seinem Standort in Frick einen Forschungscampus, dessen Bau in mehreren Etappen umgesetzt wird. So wurden bereits ein neues Forschungs­gewächshaus und ein Labor­gebäude gebaut sowie der Neubau eines modernen und tiergerecht gestalteten Rinder- und Kleintierstalls für die Forschung gestartet. Und nun eben war wieder ein Spatenstich – diesmal für das zentrale Tagungsgebäude samt Aula und Restaurant.

«Mit dem heutigen Spatenstich startet der letzte Abschnitt der Bautätigkeiten am FiBL», sagte Knut Schmidtke, Direktor Forschung, Beratung und Innovation am Institut. Insgesamt belaufen sich die Investitionen in den neuen Forschungscampus auf über 30 Millionen Franken. «Das Forschungsinstitut ist schweizweit und über die Landesgrenzen hinaus ein wichtiger Innovationstreiber in den Be­reichen biologischer Landbau und Nachhaltigkeit. Das soll auch in Zukunft so bleiben», so Schmidtke. Das neue Gebäude, der gesamte neue Campus, soll denn auch «ein Ort des kreativen Arbeitens, des Aufeinander-­Zugehens und der Innovation» sein. «Das alles natürlich immer mit dem Ziel, die nachhaltige Landwirtschaft vorwärtszubringen», sagte Schmidtke.

Das Gebäude erhält den Namen «Alvarium». Der Name sei in einem «basisdemokratischen Prozess gewählt worden», sagte Martin Ott, Präsident des FiBL- Stiftungsrats. Zwei Mitarbeiterinnen hatten ihn vorgeschlagen. «Alvarium» ist der lateinische Ausdruck für Bienenstock – was laut Ott gut zum Zweck des Gebäudes passt. «Untersuchungen zeigen nämlich, dass Bienen die Larven im Bienenstock mit Wärme versorgen, um ihre Intelligenz zu fördern», erklärte er. Und ganz ähnlich wie diese «zwischenbienliche Wär­-me» für Intelligenz sorgt, soll auch «die zwischenmensch­liche Wärme und Zusammenarbeit im neuen Campus der Intelligenz einen Schub verleihen», so Ott.

Das Gebäude soll 2021 fertig werden

Der Kanton Aargau unterstützt das Projekt über den Swisslos-Fonds mit elf Millionen Franken. Eine Zuwendung, die noch der ehemalige FiBL-Direktor Urs Niggli sowie der inzwischen verstorbene alt Regierungsrat Roland Brogli eingefädelt hatten. «Auch ihnen beiden gilt heute unser grosser Dank», sagte Knut Schmidtke.

«Das Forschungsinstitut ist für den Kanton Aargau von grosser Bedeutung. Es hat eine Ausstrahlung weit über die Region hinaus», sagte Josef Burri, stellvertretender Abteilungsleiter Landwirtschaft beim Kanton. Er sowie auch der Fricker Gemeindeammann Daniel Suter sprachen von «Stolz, das Institut hier zu haben.»

Bereits am Montag startet der Aushub. Ziel ist es, das Gebäude im nächsten Jahr fertigzustellen. Realisiert wird der Bau von der Birchmeier Baumanagement AG. Deren Geschäftsführer Michael Zehnder sprach von einem «aussergewöhnlichen Projekt». Das Unternehmen habe sich mit dem Umweltschutzgedanken im Hinterkopf entschieden, beim Bau neue Konzepte umzusetzen. «Der CO2-Ausstoss während des Baus soll so vermindert werden», so Zehnder. Angefangen beim Spatenstich – er wurde mit einem Hybrid-Bagger vorgenommen.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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